Ich freue mich sehr, dir heute einen Gastbeitrag meiner Freundin Géraldine-Aimée Graber zu präsentieren. Gé ist Schauspielerin und bei ihr dreht sich alles um klare Kommunikation, Körpersprache und Präsenz. Ich habe Gé vor ein paar Wochen getroffen und wir haben dabei die Idee zu diesem Artikel gehabt. Denn eines der grössten Hindernisse der gesunden Ernährung ist nicht das Anfangen, sondern das Dranbleiben. So habe ich Gé gefragt, ob sie hierfür vielleicht ein paar Tipps für meine Leserinnen und Leser hat. Und die hat sie natürlich! Viel Spass beim Lesen, und natürlich auch beim Umsetzen!

 

So. 2016 kriegt langsam graue Haare und wir laufen mit gefühlten Sieben-Meilen Stiefeln über Weihnachten auf Neujahr zu.

Wie viele gute Vorsätze werden in jeder Neujahrsnacht geboren?

 

Vorsätze, wie unter anderem:

*  im kommenden Jahr nun wirklich gesund zu kochen!

*  wirklich die Chips und die Schokolade zu reduzieren!

* wieder regelmäßig Sport zu machen

* so ein paar zwickende Pfunde zu verlieren!

Und …

Im Februar sind all diese so fest vorgenommenen Vorsätze Schnee von gestern.

 

Wie war das nochmal mit dem Dranbleiben?

 

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Dann, mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen flammt alles wieder auf:

„Jetzt, jetzt ernähre ich mich gesund, mache Sport und entsage diesen ach so verführerischen Chips! Dieses Jahr erlange ich wieder meine persönliche Bikini-/Badehosen-Figur! “

Und was hat sich dann bis Juli geändert?

Meist sind wir wieder im alten Trott!

 

Meinen wir es überhaupt ernst?

Warum zum Kuckuck ist das so? Wir meinen es doch wirklich ernst mit

  • sich gesund zu ernähren
  • ein paar Kilos zu verlieren
  • wieder fitter durch Sport zu werden

Dieser Teil in uns lügt doch nicht!

Nein, das tut er wahrlich nicht, er lügt nicht!

Aber:

Er spricht oft nur unseren Intellekt an. Und das ist die Krux.

 

Der Grund, warum wir unsere Vorsätze immer wieder über den Haufen werfen oder: Gefühl über Verstand

 

Unser Intellekt sitzt im Neocortex, in einem Teil des Gehirns, das erst ganz ‚zum Schluss’ entwickelt wurde. Und unsere Gefühle sitzen im limbischen System. Bewussten Zugriff haben wir nur im Neocortex. Daraus kommen die Erklärungen, Begründungen, Reflexionen, Analysen, und auch die Vorsätze, warum wir was tun, wenn wir es tun.

Großartig, nur im Vergleich zum Cortex (Angriff-, Flucht-, oder Totstell-Verhalten) oder zum limbischen System (ist unter anderem für unsere Gefühle verantwortlich) ist dieser reflektierende denkende Neocortex langsam wie eine Schnecke im Vergleich zum Geparden (limbischen System).

Das heißt im Klartext, dass unsere Gefühle den Vorsätzen so leicht ‚davonlaufen können’. Noch klarer: Gefühl und eine Handlung geht oft viel schneller als Verstand und eine Handlung.

Zum Beispiel: wir sehen die Chips – unbewusst hat unser Gefühl ein Verlangen von „oh, die helfen mir jetzt“ unser Verstand sagt aber: „nein, die machen dick und sind sowieso ungesund“

Meistens siegt das Gefühl, (einfach weil die Transmitter schneller und unbewusst ablaufen und die Gedanken sind viel langsamer, dafür bewusster) und schon haben wir ein Hand voll Chips knackend knirschend im Mund.

 

Unser bester Verbündeter, um unsere Vorsätze tatsächlich umzusetzen

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So. Und wie bekomme ich nun meine Gefühle mit ins Boot der guten Vorsätze?

Über den Körper!

1.     Über die Wahrnehmung, wie er sich und somit wie Du Dich fühlst – mmh letztendlich geht es ja auch um ihn und Dich –

UND

2.     Körpersprache hat zwei Richtungen:

·      einmal kommunizieren wir mit der Außenwelt

·      und wir kommunizieren mit uns selber

Und wie geht das?

 

Praktische Übungen, um deine Vorsätze künftig auch dauerhaft umzusetzen

Ich möchte Dir kleine Übungen schenken, die Dein Bewusstsein wieder mehr in den Körper locken, so dass Du erstens trennen kannst, ob Du Hunger hast oder vielleicht einfach traurig bist und zweitens lernst, Dich in Deinen Vorsätzen körperlich zu unterstützen und Deine körperlichen Energien und Gefühle mit dem Willen/Vorsätzen verbinden zu können.

 

Übungen zu Thema: Ist es körperlicher Hunger oder nicht?

voegel-hungrig-nest-hunger-compressorKennst Du in Deinem Körper den Unterschied von Hunger und Sehnsucht nach Essen?

Hunger hat ganz klare Symptome.

Sehnsucht oder intensives Verlangen nach Essen ist sehr, sehr oft von Gefühlen geleitet.

(Emotional wants talk in bodies need.)

Also ist die Frage: Ist es tatsächlich Hunger oder ist der Antrieb zum Essen ein Gefühl von Stress, Traurigkeit, Wut, Angst, Einsamkeit, Langeweile.

Wenn Gefühle eine Heißhungerattacke in Dir auslösen UND Du Deinem Vorsatz aber treu bleiben willst, dann

  • schenke deinem Körper zuerst Energie und mach für 30 Sekunden Schattenboxen oder imaginäres Seilspringen
  • streiche deinen Bauch ein für etwa 1 Minute, spüre ihn, verbinde Dich mit Dir
  • und schenke Dir nochmal für 30 Sekunden Energie
  • dann nehme 3-5 tiefe Atemzüge

Wenn das Verlangen nicht ganz so intensiv ist, aber dennoch vorhanden, und Du im Büro sitzt ( und sich so mancher wundern würden, wenn da ein schattenboxender Kollege/in rumhüpft), dann

  • spüre Deinen Hintern. Spüre die Sitzknochen, linker, rechter, Schambein, Steißbein
  • verbinde Dich mit dem Stuhl und nehme 3-5 tiefe Atemzüge. Spüre wie der Atem einströmt und Deinen Körper weitet und wie der Atem den Körper verlässt.

Diese Verbindung mit der faktischen Realität=Stuhl und mit Deinem Körper lässt diese triebhaften Essgefühle verblassen.

 

Übungen zum Thema: Körpersprache als bewusstes Mittel, wie wir mit uns selber kommunizieren können

Über Haltung und Atmung können wir uns selber sehr beeinflussen und uns enorm unterstützen.

Es ist unbestritten, dass ein hoher Energielevel uns aktiver werden lässt und auch das Durchhaltevermögen großartig unterstützt.

Atemübungen jeglicher Art sind Gold wert. Die folgenden zwei Übungen je 5x zu wiederholen hebt die Stimmung enorm!

  1. Ausgangsposition: sich einfach gerade hinstellen, Arme hängen nach unten. Beim Einatmen Arme über den Kopf oben zusammenführen, beim Ausatmen mit leichtem Widerstand die Arme in die Ausgangsposition zurückführen.
  2. Leichtes, ruckartiges Schnuppern, bis keine Luft mehr reinpasst, dann auf pffffff ausatmen

Energetische Körperübungen: Schattenboxen oder imaginäres Seilspringen ( heisst ohne Seil springen, also so tun, als ob). Diese kleinen Übungen für je 1 Minute sind ein Energiebooster.

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Kommen wir noch zum Thema Haltung. Es gibt eine Aufsehenerregende Studie von Amy Cuddy und Dana Carney von der Berkely-Universität in den U.S.A. Diese zwei Frauen untersuchten, wie sehr die Körperhaltung Einfluss auf uns nimmt. Um es messbar zu machen, untersuchten sie die Veränderung des Hormonhaushaltes ihrer Probanden.

Eine Gruppe hat die klassische Loserhaltung eingenommen: traurig, niedergeschlagen mit gesenktem Kopf, hängende Schultern, eingeknicktem Oberkörper, enge Beinstellung, niedrige Energie, schlaffe Körperspannung.

Die andere Gruppe hat die Winnerhaltung eingenommen: selbstbewusst, kraftvoll überlegen mit einem energiegeladenem Körper, straffe geschmeidig angespannte Muskulatur (wie wenn du dich sehr auf etwas freust), gerade Kopfhaltung, gerade Körperaufrichtung.

Das Ergebnis verblüffte alle, denn der Hormonhaushalt veränderte sich drastisch:

  • Das Stresshormon Cortisol, welches in uns Panikgefühle auslösen kann stieg bei den Losern um 15% und sank bei den Winnern um 20%
  • Und das Testosteron, jenes Hormon, das uns kräftigt und uns ein Überlegenheitsgefühl verleiht, sank bei den Losern um 10% und stieg bei den Winnern um 20%

Das Ergebnis war bei Frauen wie Männern gleich. Und, was denkst du, wann ist wohl die Veränderung im Hormonhaushalt eingetreten?

NACH ZWEI- 2! – MINUTEN!

Daher stärkt und unterstützt uns eine natürliche gerade Körperhaltung enorm. Und frage dich in diesem Zusammenhang ruhig einmal: Wie oft gehst du täglich gebeugt, weil du auf dein Mobilgerät schaust?? Wie viele Minuten am Tag?

Bonusübung: Emotionalgeführte Handlung

Zum Abschluss möchte ich noch eine Übung mitgeben, die Körperlichkeit und Emotion verbindet.

Stelle dir Dein Ziel vor, welches Du mit Deinem Vorsatz erreichen willst. Wie Du Dich fühlst, wenn du es erreicht hast. Wie glücklich, zufrieden und stolz Du auf Dich bist! Fühl es; und dann mache eine Geste dazu. Kurz und knapp. Spüre, wie diese Geste deine Freude ausdrückt.

Und diese Geste machst Du sooft am Tag, wie du willst, aber mindestens 5x. Du wirst sehen, wie sie dich trägt und an Verführungen vorbeiführt.

 

Ich danke Dir, dass Du mir bis zum Schluss gefolgt bist und ich wünsche mir, dass ich Dir ein Durchhalten Deiner so wunderbaren Vorsätze bis zum Ziel erleichtert habe, vielleicht so gar so sehr, dass es Dir richtig Freude macht, Dein Ziel zu erreichen.

 

geraldine-aimee-graber-compressorÜber Géraldine-Aimée Graber
Géraldine arbeitet mit Menschen, die mit Selbstliebe, Respekt und Eigensinn kommunizieren und dabei ihre Sinne mit einsetzen wollen.
Sie will ihr Wissen und ihre Weisheit mit all denen teilen, die eine liebesvolle und verantwortungsvolle Kommunikation mit sich und anderen leben wollen.Kommunikation fängt immer bei sich selbst an. Das Ziel ist Bewusstwerdung der eigenen Gedanken und deren Ausdruck im Wort und Körper. Hole dir hier Géraldines kostenloses Audio „5 klare körperliche Signale, die deiner Umwelt vermitteln: du fühlst dich erfolgreich!“

 

Und jetzt sind wir gespannt, von dir zu lesen! Schreibe in die Kommentare: Welche Erfahrung hast du schon mit Körpersprache oder Körperhaltung gemacht? Welchen Vorsatz möchtest du mit Hilfe deines Körpers umsetzen? Hast du eine Frage an Géraldine?

 

 

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