Früher war Fett der Bösewicht. Es war wegen unserer fettigen Ernährung, dass wir in der Gesellschaft immer mehr mit Krankheiten und Übergewicht zu kämpfen hatten. Deswegen wurde eine riesige Welle losgetreten mit dem Mantra „fettarme Ernährung„.

Doch, hast du es schon mitbekommen? Das Fett wurde rehabilitiert! Fett ist nicht mehr schädlich, Fett ist sogar gesund. Überall hören wir: Esst Kokosöl, Butter, Olivenöl und fettes Fleisch.

Wenn unser Übergewichtsproblem also nicht am Fett liegt, woran liegt es dann?

Am Zucker.

Denkst du jetzt: Jaaaa, ok, heute dies, morgen das. Heute sagen alle, Zucker ist schlecht, morgen finden sie wieder etwas Neues?

Leider ist es in der Ernährung ein wenig so, es werden ständig neue Sachen hochgelobt und wieder verteufelt. Der eine sagt, Milch ist super, der andere sagt, Milch ist total ungesund. Aber ich glaube, das liegt einerseits daran, dass insbesondere der Bereich „Abnehmen“ ein millionenschwerer Wirtschaftsbereich ist, an dem viele Menschen Geld verdienen wollen und dabei gerne neue Gerüchte und sensationelle Meldungen streuen. Und andererseits sind viele „Konsumenten“ von Ernährungs-News gerne bereit, auf jeden neuen Trend aufzuspringen, damit sie aus ihrer halbherzigen und nicht erfolgreichen Strategie zur nächsten wechseln können und beweisen können, dass sie sich alle Mühe geben. Aber:

 

Zucker als gefährlich zu bezeichnen ist kein Trend

Es ist die Rückbesinnung auf die Logik, wenn du mich fragst. Der menschliche Stoffwechsel ist nicht gemacht für die Menge Zucker und die Menge Kohlenhydrate, die wir ihm zumuten.

Unsere Muskelzelle hat fünf Eingänge für Fett, und nur einen für Zucker! Das zeigt ja schon, dass wir eigentlich eine Fettverbrennungsmaschine sind, keine Zuckerverbrennungsmaschine.

Und dass das mit den Kalorien nicht funktioniert, darüber habe ich auch schon mehrfach geschrieben und gesprochen. Zum Beispiel in meinem Blogartikel Warum Kalorien-Zählen nicht funktioniert.

 

Suchtmittel Zucker

Immer wieder schreiben mir Menschen, dass sie einfach nicht aufhören können, weniger Süsses zu essen. Obwohl sie wissen, dass der Zucker ihnen nicht gut tut.

Denn mit dem Zucker ist es ähnlich wie bei Nikotin und Alkohol: Wir ignorieren unser schlechtes Gewissen und deuten die Zeichen, die uns unser Körper gibt, falsch oder gar nicht. Müde, gereizt, unkonzentriert, aufgebläht, ständig krank… alles normal oder es liegt einfach am Stress, an den Sorgen oder am schlechten Immunsystem.

Wir vertrauen einfach auf unser Glück, dass uns schon nichts passieren wird, dass wir nicht krank werden oder unseren Körper sabotieren, bloss wegen „dem bisschen“ Zucker.

Und ein Grund für dieses Ignorieren ist sicherlich, dass Zucker süchtig macht.

Hast du schon unser Zuckerquiz absolviert und den Test gemacht, wie stark deine Sucht nach Zucker ist? Hier kannst du das Quiz kostenlos anfordern. Es dauert auch nur ein paar Minuten, die wenigen Fragen zu beantworten!

 

Raus aus der Zuckerfalle

Die Frage ist jetzt aber: was kannst du tun, wenn du weniger Süsses essen möchtest?

Ein Weg, wie du da wieder herauskommst, ist sicherlich einmal, die negativen Folgen des Zuckerkonsums zu verstehen. Was kostet es dich, wenn du weiterhin zu viel Süsses isst?

Dann ist es wichtig, den körperlichen Grund für immer wieder auftretenden Heisshunger zu kennen. Da kommt das Wissen über Kohlenhydrate und ihren Einfluss auf den Zuckerspiegel zu tragen. Auch darüber spreche ich im Webinar und auch in unserem Online Ernährungs-Kurs WellnEssen.

Aber mit Vernunft alleine ist es in dem Fall meist nicht getan. Es gibt nämlich noch eine andere Ebene des Zuckerkonsums. Die emotionale Ebene.

Frage dich einmal: was gibt dir Zucker? Was versprichst du dir davon, wenn du etwas Süsses isst? Trost, Geborgenheit, Belohnung, Ablenkung? Sobald du weisst, welche Emotion du eigentlich suchst, was also dahintersteckt hinter der Lust auf Süsses, dann kannst du dir überlegen: Wie bekomme ich die gewünschte Emotion, ohne etwas zu essen oder zu trinken?

Und da wird es dann richtig spannend! Schreibe alle Antworten auf, die dir einfallen. Und wenn du das nächste Mal Lust auf Süsses verspürst, dann frage dich sofort: wonach hungert es mich tatsächlich?

Unterschätze diese Übung nicht und sei einfach mal wachsam in den nächsten paar Tagen und beobachte dich. Damit du dir auf die Schliche kommst, aber eben auch, damit du dich in eine andere Richtung steuern kannst!

 

Und konkret? 5 Tipps von mir, um weniger Zucker zu essen

1.) Für Desserts oder im Kaffee / Tee Gewürze wie Zimt oder Vanille verwenden, die erwecken den Eindruck von süss.

2.) Nüsse, zum Beispiel in Form von Mandelmus, Kokosmilch oder auch als Müsli-Mischung schmecken leicht süsslich und helfen dir, das Verlangen auf Süsses ohne Zucker zu stillen.

3.) Süsse Wurzelgemüse oder Süsskartoffeln verwenden, denn diese schmecken schon süss (vor allem wenn sie im Ofen gebacken wurden). Das kann durchaus dazu führen, dass dein Süsshunger bereits mit der Hauptmahlzeit abgedeckt ist und du danach nichts süsses „brauchst“.

4.) Würze dein Essen interessant, damit du nach dem Essen zufrieden bist und nicht noch einen Geschmacks-Kick in Form von Süssigkeiten brauchst.

5.) Verwende auch mal eine Frucht für ein Dessert, dann brauchst du keinen zusätzlichen Zucker, wie zum Beispiel in diesem Chia-Mango Pudding.

Ich bin gespannt, ob du’s ausprobierst und was du für Erfahrungen damit machst!

 

 

Jetzt interessiert mich natürlich: was hast du schon (erfolgreich oder weniger erfolgreich) unternommen, um weniger Süsses zu essen?

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