Upgraden statt verzichten

Hand aufs Herz: Immer gesund essen magst du nicht. Stimmt’s? Das ist jedenfalls eine der häufigsten Fragen, die ich immer wieder bekomme! Darf ich dann nie wieder „xyz (Setze hier dein liebstes Junk-Food oder Comfort-Food ein)“ essen?

Ganz ehrlich: auch ich esse nicht immer gesund! Aber fast immer. Die Frage ist da ja dann auch noch: Was ist überhaupt gesund. Aber darüber schreibe ich an anderer Stelle, sonst wird der Artikel doppelt so lang…

Heute soll es einmal darum gehen, wenn dich die Lust auf einen Eiskaffee packt, wenn du vor dem Kühlregal am Supermarkt stehst. Oder auf Pommes, wenn du an einer Fast-Food-Filiale vorbeifährst.

Eine stabile Basis beugt Heisshunger vor

Möchtest du gesund abnehmen? Oder deine Darmgesundheit verbessern? Denn oft stellt sich ja die Frage nach dem „Sündigen“ vor allem dann, wenn du dir vornimmst, besser zu essen.

Deswegen möchte ich zu Beginn dieses Artikels noch klarstellen: Wenn du ständig Lust auf Ungesundes oder Junkfood hast, wenn du oft mit Heisshungerattacken oder Lust auf Süsses kämpfst, dann empfehle ich dir, zuerst einmal ein Fundament mittels gesunder Alltagsernährung aufzubauen. Und das bedeutet: Iss „richtige“ Lebensmittel und keine Fertigprodukte, halte dich an Essen mit geringer Auswirkung auf deinen Zuckerspiegel und deine Insulinausschüttung, trinke genügend Wasser und versuche mal bei drei Mahlzeiten pro Tag zu bleiben.

Wie so ein Fundament etwas konkreter aussieht, kannst du in unserem kostenlosen E-Book „5 Ernährungsregeln, die wirklich funktionieren“ nachlesen. Diese Basis ist auch ein Teil des Inhalts unseres Online-Ernährungs-Kurses „WellnEssen“, der demnächst wieder startet.

Aber eben nur EIN Teil. Zum anderen Teil komme ich dann noch weiter unten…

Doch erst einmal weiter im Text! Wir haben ja gerade über das Thema gesund essen und „sündigen“ gesprochen. Denn was ist, wenn die Basis stimmt und du trotzdem ab und zu auch mal ein wenig „Ungesundes“ brauchst?

Selbstgemacht schlägt gekauft

Wenn du sogenannte Sünden oder Schlemmereien selber machst, dann kommt eigentlich so gut wie immer etwas Besseres und Gesunderes dabei heraus, als wenn du diese Dinge kaufst. Vor allem, wenn es Produkte mit Teig oder Süssigkeiten sind.

Du hast Lust auf Knabbernüsse? Kaufe dir die ungewürzten (Bio-)Nüsse und röste sie selbst im Backofen, mit den Gewürzen deiner Wahl. Du ersparst dir dabei Dinge wie Maltodextrin, pflanzliche Öle, Zucker oder auch minderwertige Salzqualität.

Dir steht der Sinn nach Eiskaffee? Kauf dir ein Bio Vanilleeis und mach ihn selber. Das Rezept habe ich dir hier aufgeschrieben:

Eiskaffee Rezept

 

 

Denn im fertig gekauften Eiskaffee finden sich neben viel Zucker oft auch künstliche Stabilisatoren und Verdickungsmittel.

Auch Schokolade oder Pommes kannst du ganz leicht selber machen und wirst am Ende merken, dass es sogar noch besser schmeckt, als gekauft!

Bio schlägt konventionell

Manchmal werde ich schief angeschaut, wenn ich sage, dass ich fast nur Bio Produkte kaufe.

Aber wenn ich Etiketten lese, dann fällt mir bei Bio Produkten oft auf, dass eben doch weniger bis kein „Mist“ drin ist, als in den konventionellen Produkten. Das heisst jetzt allerdings nicht, dass Bio Chips gesunder sind als konventionelle, gewisse Produkte findest du einfach grundsätzlich nicht in annehmbarer Qualität (und da empfehle ich dann halt: entweder selber machen oder in kleinen Mengen und seltenen Fällen geniessen).

Wo das jedenfalls ganz gut hinhaut ist zum Beispiel bei Schokolade. Oder bei Eis. Oder auch bei gewissen Saucen. Aber wie gesagt, meist mache ich’s dann doch lieber eben selber. Das braucht nämlich weniger Zeit, als du vielleicht denkst.

Nachfragen ist erlaubt

Im Restaurant bist du der zahlende Kunde – also darfst du auch nachfragen, wie etwas gekocht oder zubereitet wird.

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Ist die Salatsauce selbstgemacht oder gekauft? Wenn gekauft dann bestell dir lieber Essig und Öl an den Tisch. Denn für gekaufte Salatsauce voller Emulgatoren, Zucker und Geschmacksverstärker lohnt sich eine Sünde nicht. Die Pommes Frites sind von Hand geschnitten aus frischen Kartoffeln hergestellt worden? Warum nicht einmal eine Ausnahme machen!

Auch deine Wünsche kannst du ruhig anbringen. Zum Beispiel, dass du das Fleisch natur möchtest, nicht in Mehl gewendet. Oder dass du gerne viel Gemüse und wenig Beilage möchtest.

Upgraden heisst für mich auch, bewusst Restaurants auszusuchen (und somit zu unterstützen), die frisch, saisonal und regional kochen.

 

Trends machen uns das Leben leichter – aber aufgepasst!

Wir leben in einer Zeit, wo es immer mehr gesunde Angebote fix fertig zu kaufen gibt. Das kannst du dir zunutze machen, wenn du du zum Beispiel kohlenhydratarm, vegan, nach Paleo oder ohne Zucker essen möchtest.

Allerdings sind die Hersteller solcher Produkte natürlich auch daran interessiert, ein Geschäft zu machen, deswegen ist es wichtig, nicht nur dem Marketing und der schönen Aufmachung zu glauben und gedankenlos Produkte zu kaufen, die gesund scheinen.

So haben es zum Beispiel die Hersteller von glutenfreien oder laktosefreien Produkten geschafft, dass diese Nahrungsmittel von vielen Leuten als besonders gesund wahrgenommen werden. Obwohl sie zum Teil sehr viele Kohlenhydrate oder schnelle Zucker enthalten!

Aber es gibt auch immer mehr Unternehmen, die sich wirklich Gedanken machen, wie sie uns mit Produkten unterstützen können, die eben unsere Gesundheit fördern und nicht angreifen. Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen und nachzufragen!

Eine Liste mit Quellen, wo wir einkaufen ist in Arbeit. Wenn du unser oben erwähntes gratis E-Book „5 Ernährungsregeln, die garantiert funktionieren“ bestellt hast, bist du auf unserer E-Mail Liste drauf und wirst benachrichtigt, sobald die Seite mit Einkauf Empfehlungen fertig ist!

 

Der Verdrängungseffekt oder „Crowding out“

Wer mich kennt, der weiss, dass ich einen Teil meiner Ausbildungen und Arbeitserfahrungen in den USA gemacht habe. Und da habe ich den tollen Ausdruck „Crowding out“ aufgeschnappt.

Auf Deutsch umschrieben und in den Zusammenhang der Ernährung gesetzt heisst dieser Ausdruck, dass du anstatt dir alles, was du als ungesund betrachtest, verbietest, lieber mehr von dem nimmst, was eben gesund ist. Und je mehr Gesundes auf deinem Teller landet, desto weniger Ungesundes hat darauf Platz.

Also statt „ich verzichte ab sofort auf allen Zucker“ wird daraus zum Beispiel „ich esse ganz viel Gemüse und hochwertige Öle“. Weisst du, was ich meine?

Denn wenn du den Fokus hast auf alles, was du dir verbietest, dann wird die Lust darauf automatisch immer grösser.

Ändere den Fokus und dein Verhalten ändert sich automatisch mit.

 

Von der inneren Einstellung und der Selbstliebe

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Zum Schluss des Artikels möchte ich noch auf ein Thema zu sprechen kommen, das mir sehr am Herzen liegt. Und dieses Thema hat damit zu tun, warum viele Menschen nach einer erfolgreichen Ernährungsumstellung wieder in alte Muster zurückfallen. Oder eben nicht darauf einsteigen, auf oben beschriebene Art zu „sündigen“.

Ich hatte letztens ein tolles Gespräch mit meiner Freundin Hiba aus Genf, die Psychologin und Food Coach ist. Und ich finde, das ist wirklich eine tolle Kombination von Fähigkeiten!

In unserem Gespräch sagte ich, dass meiner Meinung nach die Ernährung der erste oder naheliegendste Dominostein sein kann, der eine ganze Kaskade von positiven Veränderungen im Leben bewirkt. Der Dominostein, der eine positive Kettenreaktion in unserem Leben auslöst.

Und sie sagte, für sie ist dieser erste Dominostein die Selbstliebe oder eben auch Achtsamkeit für sich selbst und für seine Bedürfnisse.

Online-Ernährungs-Kurs Ich denke wir haben beide Recht 🙂 Es kommt immer darauf an, wo in deinem Leben du gerade stehst. Vielleicht ist das Thema mit der Selbstliebe oder viel mehr mit der Notwendigkeit dafür zu abstrakt für dich, dann ist die Ernährung auf jeden Fall etwas Handfesteres und meiner Meinung nach ein guter Einstieg.

Aber wenn du langfristig und vor allem nachhaltig gesund essen möchtest, dann ist es eben mit der Ernährung alleine meist nicht getan.

Am Anfang probierst du es nämlich meist mit Disziplin. Aber Disziplin nutzt sich irgendwann ab. und dann kommt das Mindset, die innere Einstellung und eben auch irgendwie die Selbstliebe oder der Wille, für sich selbst das Beste herauszuholen mit ins Spiel.

Und genau diese Aspekte fehlen in vielen Ernährungsprogrammen. Methoden, wie du gesund essen, abnehmen, Muskeln aufbauen und so weiter kannst, die gibt es wie Sand am Meer. Und versteh mich nicht falsch – das Wissen ist wichtig! Aber das Wissen um die Ernährung alleine reicht offensichtlich nicht.

Deswegen beschäftigt sich EIN Teil unseres Online-Ernährungskurses WellnEssen, neben den Schritt-für-Schritt Anleitungen zur Ernährung, mit Themen wie Belohnung, Motivation, Dranbleiben, Gewohnheiten und so weiter. Denn wir möchten nicht kurzfristige Resultate sondern Veränderung oder Transformation alter Muster.

 

Was ist deine Meinung dazu?  Wie handhabst du das mit dem „ungesunden“ Essen oder den Ausnahmen? Denkst du, die innere Einstellung spielt eine Rolle für den Erfolg einer Ernährungsumstellung? Was ist für dich der Dominostein, der in deinem Leben eine positive Kaskade auslöst?

 

 

 

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