natürlicher SonnenschutzBist du schon vor der Sonne gewarnt worden? Ganz bestimmt! Medien, Mediziner, Mütter und Marketing Publikationen von Apotheken warnen uns vor der schädlichen Sonne. Doch glaubst du, dass wir überhaupt auf dieser Welt wären, wenn es keine Sonne gäbe? Erst die Sonne hat Leben auf der Erde überhaupt möglich gemacht!

Und auch heute noch ist Sonne für uns überlebensnotwendig, sie schenkt uns Wärme und hilft uns unter anderem, Vitamin D im Körper zu bilden. Nicht zuletzt deswegen wird von Lebensstil-Experten auch immer wieder betont, weshalb der Aufenthalt draussen, an der Sonne, so wichtig ist.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich diesen Artikel mit dem Titel „Sieben überraschende Dinge über Sonnenschutz und Sonnenlicht, die man Ihnen vorenthalten will“ auf unserer Facebook Seite verlinkt und eine sehr grosse Resonanz darauf bekommen. In dem Artikel wird beschrieben, wie schädlich herkömmliche Sonnencreme sein kann und wie wichtig Sonnenlicht unter anderem für unseren Vitamin D Spiegel ist. Die vielen Reaktionen auf unseren Facebook Artikel haben mir gezeigt, dass natürlicher Sonnenschutz offensichtlich für viele ein spannendes Thema ist!

Der erwähnte Artikel ist zwar ziemlich amerikanisch und stammt aus dem Jahr 2011, hat aber sicherlich nicht an Aktualität verloren.

Unsere Haut nimmt Stoffe unglaublich gut auf, und so verwundert es nicht, dass Experten heute sogar dazu raten, nur Dinge auf die Haut zu schmieren, die wir auch essen würden!

 

Wäre es nicht am besten, die Sonne ganz einfach zu meiden?

Wenn die Sonne so schädlich für uns ist und Sonnencreme auch nicht gesund ist, sollten wir dann ganz einfach nur im Schatten bleiben? Ich denke nicht! Denn in moderaten Dosen tut uns das Sonnenlicht auf der Haut ganz einfach gut. Für unsere Stimmung, aber auch für unseren Vitamin D Spiegel zum Beispiel. Ungelogen 80-90% der Menschen, die zu uns in die Beratung kommen, sind unterversorgt an Vitamin D! Und diese Zahl deckt sich mit der Erfahrung uns bekannter Therapeuten und Ärzten, die regelmässig Vitamin D Spiegel messen.

Wenn man bedenkt, dass Vitamin D Mangel nicht nur Osteoporose verursachen kann sondern auch depressive Verstimmungen, erhöhtes Krebsrisiko, Bluthochdruck, Koordinationsschwierigkeiten, geschwächtes Immunsystem und vieles mehr, dann sollte eigentlich klar sein, dass wir die Sonne ganz dringend brauchen, um gesund zu bleiben!

 

Was kannst du also tun?

Wenn die Sonne komplett zu meiden oder konventionelle Sonnencreme zu verwenden also beides keine besonders guten Alternativen sind, was bleibt da noch zu tun? Nachfolgend ein paar Tipps, wie ich sie mit meinem heutigen Stand des Wissens aussprechen würde.

Dosiert die Haut trainieren

Falls du nie Zeit an der Sonne verbringst, dann wird deine Haut sehr empfindlich. Versuche doch einfach einmal, regelmässig ein paar Minuten an der Sonne zu sein, ohne dich mit Sonnencreme einzureiben. Natürlich bleibst du nur so lange an der Sonne, wie du es verträgst, ohne rot zu werden!

Mein Mann hat früher auf dem Bau gearbeitet und sagt immer, Bauarbeiter sind gute Beispiele, um diesen Effekt des Trainings zu beobachten. Denn kein Bauarbeiter denkt daran, seine Haut mit einem öligen Film Sonnencreme zu bedecken, damit der Staub und Dreck möglichst gut daran kleben bleibt… Und trotzdem bekommen die Bauarbeiter, die den ganzen Tag an der Sonne stehen, keinen Sonnenbrand! Weil sie sich an die Sonne gewöhnt haben.

Dabei gilt zu beachten, dass du dein Gesicht am besten mit einem breitkrempigen Hut schützt, denn das Gesicht bekommt in der Regel eher zu viel als zu wenig Sonne ab.

Nährstoffreiche Nahrung essen

Immer wieder bekomme ich von Menschen, die ihre Ernährung umgestellt haben, die Rückmeldung, dass ihre Haut weniger empfindlich auf Sonne geworden ist. Die Weston A. Price Foundation schreibt zum Beispiel, dass eine zuckerreiche Ernährung die Gefahr von Sonnenbrand erhöhen soll! Ich kann solche Aussagen nicht beweisen, interessant sind sie aber allemal!

Stoffe wie Anti-Oxidantien, Carotinoide, Tocopherole, Ascorbate, Flavonoide, Mineralien und Fettsäuren erhöhen alle unsere Schutzfähigkeit gegen die Sonne. In Artikeln immer wieder erwähnt werden Tomate oder sogar Tomatenmark und Grüntee. Auch Obst und Gemüse mit roter, oranger und dunkelgrüner Farbe und auch Omega 3 Fettsäuren aus Fischöl werden als hilfreich betitelt.

Somit kommen wir also wieder auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit echten, natürlichen Lebensmitteln, viel Gemüse, etwas Obst, gute Fette und wenig Zucker zurück, die ich ja sowieso empfehle!

Schützende Hilfsmittel tragen

Sonnenschutz

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, sich auch längere Zeit an der Sonne aufzuhalten. Beim Sport zum Beispiel, auf Ausflügen oder wenn dein Garten viel Arbeit erfordert. Setze einen Hut auf, trag eine Sonnenbrille und leichte langärmlige Kleidung, die verhindert, dass deine Haut der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Trotzdem möchte ich drauf hinweisen, dass du deine Aktivitäten vielleicht auch so planen kannst, dass du dich morgens und am späteren Nachmittag an der Sonne aufhältst und die intensivste Sonne um die Mittagszeit gerade so kurz hältst, dass du genug Vitamin D aufnehmen kannst.

 

Pflanzenöle verwenden

Kokosöl und auch Olivenöl sollen bei regelmässiger Anwendung dazu beitragen, dass die Haut nicht so schnell verbrennt. Das heisst nicht, dass du Kokosöl statt Sonnencreme verwendest, bevor du an die Sonne gehst, sondern dass du deine Haut regelmässig damit pflegst und sie so weniger empfindlich machst. Selber habe ich das noch nicht ausprobiert, aber ich denke, es ist einen Versuch wert! Ich verwende Kokosöl übrigens schon seit Monaten als Deo (gemischt mit Natron), das funktioniert bestens!

Falls du sogar probieren möchtest, Sonnenmilch selber herzustellen, dann gibt es in Internet diverse Rezepte dazu. Dieses Rezept könnte einen Versuch wert sein. Selber habe ich mich aber noch nicht an selbstgemachte Sonnencreme drangewagt.

 

Vitamin D Spiegel regelmässig messen und gegebenenfalls supplementieren

Sonnenschutz

Roman Gruber (links) mit Prof. Dr. Jörg Spitz (rechts)

Warum Vitamin D für uns wichtig ist habe ich oben ja schon erwähnt. Da lang anhaltende Vitamin D Unterversorgung auch mit erhöhtem Risiko für Sonnenallergien in Verbindung gebracht wird, ist das sicherlich ein weiteres Argument dafür, seinen Vitamin D Spiegel zu messen und falls nötig zu korrigieren.

Wir waren dieses Wochenende an einem Seminar, wo auch der Vitamin D Experte und Präventionsmediziner Prof. Dr. Jörg Spitz, gesprochen hat. Er empfahl in seinem Vortrag, einen Spiegel von 40 und 60 ng/ml (100-150 nmol/l) anzustreben.

Lass dir bitte nicht einreden, nur Frauen mit Osteoporose oder Menschen über 50 müssten diesen Wert messen lassen. Mein Mann und ich waren beispielsweise auch beide unterversorgt mit Vitamin D und kontrollieren unseren Wert regelmässig.

Mehr über Vitamin D liest du in diesem spannenden und lesenswerten Interview mit Prof. Dr. Spitz.

Dank moderner Laboranalytik ist der Vitamin D Test heutzutage sogar mit Fingerblut bequem von zu Hause aus durchführbar. Es gibt also eigentlich keinen Grund mehr, seinen Vitamin D Spiegel nicht zu kennen.

 

Mein Fazit

Ich fange erst an, mich ins Thema „natürlicher Sonnenschutz“ oder überhaupt „natürliche Körperpflege“ einzulesen. Dieser Artikel dient dazu, einfach einmal das Bewusstsein für die Thematik überhaupt zu erhöhen. Je mehr ich mich jedoch mit dem Thema Kosmetika befasse, desto klarer wird für mich, dass ich potentiell krebserregende Stoffe oder Konservierungsmittel wie Parabene, die in meinen Hormonhaushalt eingreifen könnten, nicht auf meiner Haut und somit in meinem Körper haben möchte! Welche Produkte ich aber empfehlen kann, so weit bin ich noch nicht gelangt in meinen Recherchen.

In der Schweiz und auch in der EU erschweren die Regeln wohl die Herstellung natürlicher Sonnencreme erheblich. Hier kannst du mehr darüber lesen und dir selber eine Meinung bilden. Der Artikel stammt allerdings aus dem Jahr 2011 und ich weiss nicht, wie aktuell dieser noch ist. Doch zumindest verlinkt er auf ein paar Produkte, die man sich vielleicht mal etwas näher anschauen kann.

Für mich ist im Moment die Devise: ich creme mich fast gar nicht ein, sondern bleibe nur so lange an der Sonne, wie ich es ohne Sonnenschutz vertrage. Ansonsten schütze ich mich durch natürlichen oder menschen-gemachten Schatten oder durch entsprechende Kleidung und nehme täglich Vitamin D und Fischöl ein. Neben meiner bewussten Ernährung, selbstverständlich :-). Gerne möchte ich jedoch auch eine Sonnencreme finden ohne schädliche Inhaltsstoffe. Meine Recherche dazu hat begonnen!

 

Jetzt interessiert mich natürlich deine Meinung und deine Erfahrung mit der Sonne! Hast du schon einmal positive Auswirkungen der gesunden Ernährung auf deine Sonnenempfindlichkeit bemerkt? Wie schützt du dich vor der Sonne? Hast du vielleicht sogar Empfehlungen bezüglich Sonnenschutzcremes)

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