„Kein Sportler hat gerne Magenprobleme oder müde Beine“
Am 7./8. Juni 2012 fand in Interlaken das 14. Swiss Economic Forum statt. In Anwesenheit von rund 1300 Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft wurde auch der Swiss Economic Award verliehen, der bedeutendste Jungunternehmerpreis der Schweiz. Die Firma WINFORCE AG gehörte in der Kategorie „Produktion/Gewerbe“ zu den drei Finalisten aus 150 Bewerbern. Für den WINFORCE-Gründer und -Inhaber Remo Gugolz steht – wie für die Gruber sport und ernährung GmbH – der Sportler im Mittelpunkt.

Remo Gugolz, als ehemaliger Ringer und Schwinger hast du es mit WINFORCE sozusagen in den Schlussgang geschafft. Zufrieden?
Ja, absolut. Die Nominierung ist Lohn für die harte Arbeit der letzten Jahre. Wir wussten zwar, dass wir mit unseren Produkten auf dem richtigen Weg sind. Nun erhielten wir gewissermassen auch die unternehmerische Bestätigung. Das ist ein tolles Gefühl, auch wenn es letztlich nicht ganz zum Sieg gereicht hat.

Kann man den Swiss Economic Award mit einem Wettbewerb im Sport vergleichen?
Eigentlich schon. Nur hat man es im Sport meist selbst in der Hand. Bei einem solchen Wettbewerb ist man immer auch ein wenig auf die Jury angewiesen.

In welchen Bereichen hat WINFORCE im Selektionsverfahren hauptsächlich gepunktet?
Neben der Erfolgsgeschichte von WINFORCE und der Produkteinnovation hat die Jury vor allem die unternehmerische Leistung beeindruckt. Diese bestand darin, aus einem Garagen-Startup mit Einmannbetrieb und minimalstem Startkapital ein kleines KMU zu formen.

Was hat dich dazu bewogen, die Firma WINFORCE zu gründen?
Leider musste ich aufgrund von drei Kreuzbandrissen sehr früh mit dem Leistungssport aufhören. So suchte ich nach einer neuen Herausforderung. Gleichzeitig wollte ich mich beruflich weiterorientieren. Während meiner Zeit als Leistungssportler war ich unzufrieden mit dem damaligen Angebot an Sportnahrung. Als Lebensmittel-Ingenieur habe ich rasch begriffen, dass in diesem Bereich noch sehr viel Potenzial brach liegt. So entschied ich mich kurzerhand dazu, selbst eine Produktelinie zu entwickeln und zu vertreiben. Und dies, obwohl mir praktisch alle Leute davon abgeraten hatten…

Seit 2007 ist WINFORCE eine AG. Wie hat sich die Firma in den letzten Jahren weiterentwickelt?
Wir konnten stetig zulegen. Kurzfristiges Wachstum und Gewinnmaximierung stand für mich allerdings nie im Vordergrund des wirtschaftlichen Schaffens, sondern die langfristige Markenbildung.

Die Produkte von WINFORCE galten lange als Geheimtipp von Topathleten wie Olympiasieger Dario Cologna. Was hältst du von diesem Image?
Es ist natürlich toll, wenn solche Topshots auf WINFORCE vertrauen. Es zeigt sich aber je länger je mehr, dass eine gute Verträglichkeit und schnelle Regeneration auch für die breitere Masse an Bedeutung gewinnt. Kein Sportler – egal ob Freizeit- oder Spitzensportler – hat schliesslich gerne Magenprobleme oder müde Beine im Training/Wettkampf.

Wofür steht WINFORCE heute?
Für das Gleiche wie am Anfang: höchste Qualität, Funktion und Innovation, sprich Premium-Sportnahrung.

Wo siehst du deine Firma in zehn Jahren?
Für mich als Unternehmer ist Wachstum zentral und bedeutsam, aber ein Wachstum à tout prix kommt für mich nicht infrage. Finanzielle Unabhängigkeit und ein stabiles wirtschaftliches Fundament ist für WINFORCE deshalb ebenso wichtig wie die Kundenzufriedenheit und die laufende Weiterentwicklung unserer Produkte. Das gilt auch in Zukunft.

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