Romina Scalco vom low carb blog haben wir durch die LCHF Akademie und den LCHF Kongress persönlich kennengelernt und finden sie nicht nur sehr sympathisch, sondern auch ihre Arbeit großartig. Vielleicht hast du selber schon das ein oder andere Mal versucht deine Ernährung umzustellen oder andere Gewohnheiten in deinen Alltag zu integrieren!? Wir freuen uns sehr, dass Romina genau zu diesem Thema diesen Gastartikel für uns geschrieben hat. Viel Freude damit. 

 

Eine Ernährungsumstellung ist meistens eine ziemlich grosse Veränderung im Leben. Ganz besonders dann, wenn man die Umstellung macht, um gesund zu werden oder um Ballast in Form von Übergewicht loszuwerden.

Und das fällt vielen ganz schön schwer! Doch ob es sich um eine neue Art zu essen und zu kochen handelt oder um sonst eine neue gesunde Gewohnheit: Veränderungen sind zu einem Grossteil Kopfsache.

Und genau deswegen möchte ich dir hier heute das Konzept der “Drei Säulen des (langfristigen) Erfolgs” von Tony Robbins vorstellen.

Das Konzept kannst du übrigens nicht nur für deine Ernährungsumstellung anwenden, sondern es passt für sämtliche Gewohnheiten, die du gerne in deinen Alltag implementieren möchtest!

 

 

Drei Säulen für langfristigen und langanhaltenden Erfolg

 

Du kennst das bestimmt auch: Es gibt Gewohnheiten, die hast du mit “links” implementieren können und wiederum gibt es Gewohnheiten, die einfach nicht so recht Gewohnheiten bleiben wollen. Woran liegt das?

Gemäss Tony Robbins braucht eine langfristige, langanhaltende Veränderung oder eine langfristig erfolgreich implementierte Gewohnheit drei Säulen, die alle gleich stark ausgeprägt sein müssen.

Du kannst es dir wie einen dreibeinigen Stuhl vorstellen: Wenn auch nur ein Bein kürzer ist als die anderen, wackelt der Stuhl.

Was brauchen wir also für einen stabilen Stuhl, der lange hält? Erstens glasklar formulierte Ziele, zweitens Tools und das nötige Wissen, um zum gewünschten Ziel zu kommen und drittens müssen wir innere Konflikte auflösen, damit unser Bewusstsein und unser Unterbewusstsein an einem Strang ziehen können.

 

1. Säule: Glasklar formulierte Ziele

 

Es ist nicht nur extrem wichtig, dass du weisst, was du erreichen möchtest, sondern noch viel mehr, warum.

Es ist wichtig, dass du für dich ganz genau weisst, was du bis wann erreichen möchtest. Dein Ziel muss ganz klar sein, so dass du es dir vor deinem inneren Auge ganz genau vorstellen kannst.

Definiere dein Ziel so genau wie möglich, so dass wenn dich jemand danach fragt, du es wie aus der Pistole geschossen in einem kurzen, prägnanten Satz herauskatapultieren kannst.

Zum Beispiel: Ich will bis Ende des Jahres 5 Kilo abnehmen.

Warum ist aber das “Warum” so wichtig? Das Warum verleiht deinem Ziel Kraft. Es gibt dir Energie und jede Menge Motivation. Gib dich aber nicht mit der ersten Antwort zufrieden, die dein Kopf dir sagt, wenn du dich selbst nach dem Warum fragst.

Bleib hartnäckig und schreib mindestens 10 Gründe auf, warum du dein Ziel erreichen willst.

Beispiel 1: Ich will abnehmen.
Warum willst du deine Ernährung umstellen? Weil ich abnehmen will. Warum willst du abnehmen? Weil ich mich dann wohler in meiner Haut fühle, nicht mehr eingeschränkt bin und endlich all die Dinge tun kann, die ich jetzt nicht machen kann.

Beispiel 2: Ich will gesund werden.
Warum willst du deine Ernährung umstellen? Weil ich gesund werden will. Warum willst du gesund werden? Damit ich keine Schmerzen mehr habe. Ich will keine Kopfschmerzen mehr, ich will keine Bauchschmerzen mehr, ich will endlich zu 110% an meinem Leben teilnehmen können. Ich will, dass mein Körper mich unterstützt und mich nicht vom Leben abhält.

Du siehst – wenn du einfach nur dein Ziel “ich will abnehmen” aufgeschrieben hättest, dann hätte das wenig Überzeugungskraft. Wenn du aber genau nachfragst und tiefer gehst, merkst du, warum du das, was du dir als Ziel gesetzt hast, wirklich willst. Und das gibt dir Kraft, Energie und Motivation!

Und glaube mir – das wirst du brauchen. Denn diese Kraft, diese Motivation macht den Unterschied, ob du in einem schwachen Moment dranbleibst oder ob du aufgibst.

 

So überwindest du deinen inneren Schweinehund

 

Solltest du mal in eine Situation kommen, wo dein Ziel, dein Vorhaben ins Wanken gerät, habe ich eine tolle Taktik für dich; damit kannst du deinen inneren Schweinehund ganz gezielt überlisten.

Für die meisten ist ein Restaurantbesuch oder eine Einladung bei Freunden problematisch – ganz besonders dann, wenn du mit deiner Ernährungsumstellung noch nicht so ganz sattelfest bist.

Stell dir einfach mal folgende Situation vor:
Du befindest dich mit deinen Freunden in einem leckeren, kleinen italienischen Restaurant. Du warst schon öfters dort und weisst, dass sie die Pizza noch auf alte Art im Steinofen zubereiten und der Teig richtig luftig locker ist.

Aber du willst ja abnehmen und bist mit den besten Vorsätzen ins Restaurant gegangen. Der Kellner kommt und bringt euch die Speisekarten. Du nimmst deine in die Hand und machst sie auf, blätterst drin rum und kommst zur Pizza-Seite.

Du: „Oh, ich liebe Pizza… Aber nein, ich sollte einen Salat oder so essen, ich will ja abnehmen.“
Dein Hirn: „Ja dann iss doch die Pizza, die hat dir letztes Mal sooo gut geschmeckt!“
Du: „Ja, aber Salat wäre besser…“
Dein Hirn: „Letztes Mal hast du gesagt, dass die Pizza besser sei als Sex!“
Du: „Das stimmt… Ach was solls, ich bestell die Pizza.“

Hirn gegen dich: 1:0.

Kommt dir diese Situation bekannt vor? Selbst wenn du die erste Runde für dich entscheiden solltest – spätestens bei der Dessertkarte wirst du einknicken. Oder Zuhause, wenn niemand zuschaut. Die Art und Weise, wie wir denken, kann unglaublich viel ausmachen und oft manipulieren wir uns dadurch, ohne dass wir es überhaupt merken. Zuhause schämen wir uns dann, weil wir so disziplinlos sind und fühlen uns unfassbar schlecht.

Aber keine Sorge, das muss nicht sein. Das Gute daran ist: Wir können unser Denken jederzeit anpassen und so nutzen, dass wir unsere Ziele unterstützen, statt diese zu sabotieren. Denn unser Hirn will nur das Beste für uns.

Du weisst vielleicht, dass Pizza nicht das Beste für dich ist, das Problem liegt darin, es deinem Gehirn verständlich zu machen. Im oben aufgezeigten Beispiel ist das Hirn überzeugt davon, dass Pizza die bessere Alternative ist und preist dir dann so lange die Pizza an, bis du dann trotzdem die Pizza bestellst.

Dein Hirn tut das, weil es denkt, dass du das willst.

Am Pizza-Beispiel möchte ich dir das aufzeigen, wie du stattdessen deinen inneren Dialog führen kannst.

Du: „Oh, Pizza! Ich liebe Pizza… aber ich liebe es noch mehr, schlank und fit zu sein.“
Dein Hirn: „Aber du liebst doch Pizza?!“
Du: „Ja, aber schlank zu sein mehr.“
Dein Hirn: „Wirklich?“
Du: „Wirklich. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, schlank und fit zu sein und dazu gehört auch, entsprechend zu essen.“
Dein Hirn: „Okay, dann geniessen wir mal was, das dich deinem Ziel näher bringt.“

Wenn du deinem Hirn einmal aufgezeigt hast, was du wirklich willst – und ganz wichtig: WARUM, dann wird es dich darin unterstützen. Die Diskussion mit deinem inneren Schweinehund ist sofort beendet.

 

2. Säule: Die richtigen Tools und das richtige Know-How

 

Mit der ersten Säule weisst du, was du willst und warum du es willst. Doch weisst du auch, wie du das erreichst?

Mach dich auf die Suche nach den besten Tools, dem besten Konzept, dem besten Schritt-für-Schritt-Plan und dem besten Coach.

Entweder kannst du dir das Know-How selber anlernen oder du suchst dir jemanden, der dir alles beibringt, was du wissen musst, um Erfolg zu haben.

Mit Julia und Roman bist du ja diesbezüglich in den besten Händen!

Wichtig ist, dass du dein Know-How auch tatsächlich anwendest – und das in deinem Tempo. Es gibt Leute, die müssen radikal alles verändern von heute auf morgen – andere wiederum brauchen die Veränderung häppchenweise.

Auch ein Coach kann dir den Weg nur aufzeigen – gehen musst du ihn selbst. Aber mit einem guten Coach kannst du dein Ziel schneller und mit weniger Umwegen und Stolpersteinen erreichen, da du von seinem Wissens- und Erfahrungsschatz profitieren kannst.

Frag in dich hinein und höre auf dein Bauchgefühl: Was macht für dich am meisten Sinn? Und möchte ich es lieber schrittweise oder radikal?

Brauche und möchte ich Unterstützung auf diesem Weg oder probiere ich es vorerst alleine?

 

3. Säule: Innere Konflikte aus dem Weg räumen

 

Wenn die ersten beiden Säulen stehen und du dein Was, dein Warum und dein Wie kennst, kann dir nur noch etwas im Weg stehen: Innere Konflikte.

Innere Konflikte können dein Handeln ordentlich beeinflussen und es kann passieren, dass obwohl du die ersten beiden Säulen gross und stark hältst, dass du dich selbst sabotierst.

Dann hast du irgendwo tief in dir drin, in deinem Unterbewusstsein, eine Überzeugung, die dein Ziel torpediert.

Wenn du zum Beispiel abnehmen möchtest, aber du viel mehr Angst davor hast, zu scheitern und als Versager dazustehen, dann gehst du das Wagnis, es mit dem Abnehmen zu versuchen, gar nicht erst (ernsthaft) an. Dein Kopf will vielleicht abnehmen, aber das muss noch lange nicht auch für dein Unterbewusstsein gelten.

Dasselbe gilt auch, wenn dein Unterbewusstsein davon überzeugt ist, dass dein Übergewicht als Schutzpanzer gilt. Solange dein Unterbewusstsein nicht glaubt, dass es ohne das überschüssige Gewicht nicht sicher ist für dich, wird es dich beschützen wollen, indem du nicht abnimmst.

Woher merke ich, dass ich einen solchen inneren Konflikt haben könnte?

Anzeichen können sein, dass du deine Ernährungsumstellung nur über einen relativ kurzen Zeitraum durchziehen kannst – z.B. zwei bis vier Wochen. Oder wenn du viele Ausnahmen machst, über die du dich im Nachhinein total ärgerst, weil es relativ leicht gewesen wäre, diese zu umgehen – also wenn du dich leicht von deinem Ziel abbringen lässt oder leicht von der richtigen Entscheidung abbringen lässt.

Du spürst es auch: Wenn Säulen 1 – 3 im Einklang sind und somit eine solide, stabile Grundlage bilden, dann wirst du von deinem Ziel gezogen. Du brauchst nicht mehr viel Willenskraft, sondern du scheinst dein Ziel wie von selbst zu verfolgen. Du hast dich für dieses Ziel entschieden und deshalb gibt es da nichts mehr zu diskutieren.

Wenn das nicht so ist und du auch nach mehreren Wochen noch immer viel Willenskraft und Motivation aufbringen musst, solltest du die ersten zwei Säulen nochmals überprüfen. Ist dein Ziel, dein Warum nicht klar genug? Hast du allenfalls noch nicht das richtige Tool gefunden? Wenn diese zwei stimmen, kann es gut möglich sein, dass du eine innere Überzeugung hast, die es dir schwer macht, dein Ziel erfolgreich zu verfolgen.

Du kannst dich mit viel Achtsamkeit und Geduld auf die Suche nach deinem inneren Konflikt machen. Sobald du deine innere Überzeugung identifiziert hast (z.B. es ist nicht sicher für mich, abzunehmen), kannst du diesen Satz in eine positive Affirmation umformulieren (es ist sicher für mich, abzunehmen. Ich bin stark und unabhängig.).

Wichtig ist, dass du diese neue, positive Affirmation dann über einen längeren Zeitraum verinnerlichst, damit deine alte Überzeugung überschrieben und im Unterbewusstsein neu abgespeichert werden kann.

Ein Coach kann dir dabei helfen, diesen inneren Konflikt zu finden und aufzulösen.

 

Fazit:

Für eine langfristig erfolgreiche Ernährungsumstellung braucht es also drei Säulen:

Definiere glasklare Ziele – also dein WAS und dein WARUM
Du brauchst die besten Tools, Hilfsmittel und Know-How – oder einen Coach, der dir all das vermittelt – dein WIE
Und dein Bewusstsein muss mit deinem Unterbewusstsein im Einklang sein – wenn du einen inneren Konflikt hast, kann der dich bei der Erreichung deines Ziels ordentlich torpedieren. Beide sollten an einem Strang ziehen – dann steht der Erreichung deines Ziels nichts mehr im Wege.

Das Alles gilt natürlich für die Ernährungsumstellung – aber auch für jedes andere Ziel oder Vorhaben, das du gerne umsetzen willst.

Viele weitere Tipps und jede Menge Know-How findest du übrigens auch in Romina’s Buch “Schlank gleich glücklich?: Was Abnehmen mit Glücklichsein zu tun hat und warum wir viel öfter Arschbomben machen sollten.”*

 

Über die Autorin

Romina Scalco hat nach unzähligen fehlgeschlagenen Diäten und gesundheitlichen Problemen mit Low Carb die Lösung für sich gefunden. Seit 2013 schreibt die Bloggerin und Buchautorin auf ihrem Low Carb Blog über eine Ernährung, die ganz nach dem Bauchgefühl geht, was Abnehmen mit Glücklichsein zu tun hat, wie du glücklicher sein und wie du gesunde Gewohnheiten in deinen Alltag implementieren kannst. Ihr Motto: Es gibt nicht DIE Ernährungsform für alle. Finde Deinen persönlichen Weg.

 

 

 

 

 

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