Wusstest du, dass Pflanzen sich mit Hilfe von natürlichen Pestizid vor dem Gefressen-Werden schützen? 

Falls du schon länger unter Darmproblemen leidest oder vielleicht auch eine Autoimmunerkrankung hast, dann solltest du dir diese Folge anhören. Ich spreche unter anderem darüber: 

  • Was sind Anti-Nährstoffe überhaupt 
  • In welchen Nahrungsmitteln kommen sie vor 
  • Die Antinährstoffe Lektine, Phytinsäure und Gluten 
  • Was du tun kannst, um dich vor diesen Antinährstoffen zu schützen 
  • Warum du trotzdem weiterhin Gemüse und Hülsenfrüchte essen solltest 

 

 

Antinährstoffe – das Gegenteil von Nährstoffe

 

Da das Thema Antinährstoffe eine nicht so große Rolle in der traditionellen Therapie spielt, möchte ich hierzu einige Informationen zu diesem Thema mit euch teilen, gerade wenn du schon länger Verdauungsprobleme hast, obwohl du dich gesund ernährst.

Unter dem Begriff Antinährstoffe versteht man Nährstoffe, welche uns andere Nährstoffe kosten, wie z.B. Mineralien. Diese verhindern dass wir gute Nährstoffe aufnehmen können.

Sie kommen meistens in Pflanzen vor. Die größten Gruppen sind die Lektine, die Phytinsäure und das Gluten. Sie sind der pflanzeneigene Insektenschutz und verteidigen sich mit ihren Nährstoffen gegen das Gefressen werden.

 

 

Was für Schäden können Antinährstoffe im Körper anrichten?

 

Lektine befinden sich in Hülsenfrüchten, Getreidesorten und in Nachtschattengewächsen (Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Auberginen…). Diese Lektine binden sich an besondere Kohlenhydratstrukturen und an unsere Darmwände. Dies führt dazu, dass wir bestimmte Nährstoffe nicht gut aufnehmen können. Die Folge ist ein „Leaky Gut“, ein durchlässiger Darm, wo Nahrungsbestandteile ins Blut gelangen und somit Entzündungen, Unverträglichkeiten, verursachen können.

Eine Podcastfolge zu dem Thema „Leaky Gut“ findest du hier: https://www.gruber-ernaehrung.ch/darmglueck-folge-029/

Wenn sich die Lektine an die Darmwand binden, können sie durch den Blutkreislauf weitere Organe besiedeln. Die Folge ist eine Autoimmunerkrankung. Zudem können Lektine auch die Verdauung von Kohlenhydraten erschweren.

Daher ist es sehr hilfreich, die Hülsenfrüchte einzuweichen und bestenfalls auf die Nachtschattengewächse zu verzichten (gerade bei chronischen Darmproblemen oder einer Autoimmunerkrankung).

Ein weiterer Antinährstoff ist die Phytinsäure, sie kommt im Getreide/Vollkorn (besonders in der Schale), in Hülsenfrüchten und in Nüssen vor und verhindert, dass Mineralien aufgenommen werden, wie z.B. Eisen. Bei einem chronischen Eisenmangel ist es hilfreich, das Thema Phytinsäure genauer anzuschauen.

Außerdem kann sie auch die Enzyme blockieren, die wir für die Proteinverdauung benötigen, was schlußfolgernd zu Verdauungsproblemen führen kann.

Gerade wenn sich Vegetarier und Veganer von Gemüse und Hülsenfrüchten im Übermaß ernähren, kann es ebenfalls dazu führen, dass die Mineralien nur bedingt aufgenommen werden können. Hierzu empfehle ich ein Probiotikaprodukt einzunehmen, was bewirkt, dass die Phytinsäure besser abgebaut werden kann, außerdem werden bei einem Probiotikaprodukt die guten Bakterien im Darm angesiedelt.

Es gibt jedoch auch positive Auswirkungen von der Phytinsäure, zum einen dass sie antioxidativ wirkt (vor allem bei Darmkrebsvorbeugungen) und zum anderen kann sie den Zuckerspiegel regulieren.

 

Anwendungstipps zum Schutz vor Antinährstoffen

 

Hilfreiche Tipps für Antinährstoffe unschädlich zu machen sind: Fermentieren, Einweichen, Kochen über 75 Grad.

Der dritte Antinährstoff ist das Gluten. Es besteht aus zwei verschiedenen Eiweißen, aus dem Gliadin und dem Glutenin. Das Gliadin erhöht die Durchlässigkeit des Darms und kann ebenfalls zu einem Leaky Gut führen.

Wenn du den Verdacht hast, dass du unter einem durchlässigen Darm leidest, empfehle ich dir eine Zeit lang auf Getreide zu verzichten. Auch bei Menschen mit Darmproblemen würde ich empfehlen, die Einnahme von Rohkost einzuschränken oder besser noch für eine kurze Zeit darauf zu verzichten.

Beachte bitte, dass ich dir keine Angst vor dem Gemüseverzehr machen möchte, sondern dass du ein Augenmerk darauf legen sollst, wenn du überwiegend Gemüse und Hülsenfrüchte zu dir nimmst, dass es nicht automatisch heisst, dass dieser Ernährungsstil besonders gesund für dich ist.

Ergänzend zu den obigen Anwendungstipps empfehle ich dir: Hülsenfrüchte mindestens 12 Stunden einzuweichen, gerne auch über Nacht 24 Stunden. Du kannst auch Nüsse einweichen und ggf. bei 50 Grad anschließend im Backenofen kurz trocknen.

 

Ich hoffe dass dir diese Folge gefallen hat und dir vor allem die Augen geöffnet hat wo vielleicht noch ein Problem liegen könnte, auch wenn du schon sehr viel für deine Gesundheit unternimmst.

In der nächsten Episode spreche ich mit Margret Ache und Iris Jansen von LCHF Deutschland. Die beiden haben den ersten deutschsprachigen LCHF Kongress organisiert, der nächstes Jahr im Februar schon bereits in die 4. Runde geht.

Ich bin selbst sehr begeistert von diesem Kongress, da man dort viele gleichgesinnte Menschen trifft und halte dort auch wieder einen Vortrag.

Ich kann dir sehr empfehlen, diese Folge nächste Woche anzuhören :-).

 

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Darmglück Online Kurs: https://www.darmglück.com 

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Vielen Dank.

 

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