Heute habe ich wieder einmal einen spannenden Interviewgast, und zwar die Heilpraktikerin Alex Broll.

Alex war schon in Episode 15 mein Gast, damals haben wir über das Thema Hormone gesprochen und warum dieses Thema alle Menschen interessieren sollte. Dieses Mal sprechen wir aber über die Schilddrüse!

 

 

 

Die Themen sind:  

  • Wo könnten die Ursachen von Schilddrüsenproblemen liegen? 
  • Wo ist die Schilddrüse und was macht sie? 
  • In welchen Symptomen äussert sich eine Schilddrüsenerkrankung?  
  • Was kann man dann messen lassen? 
  • Wie hängen Schilddrüse, Darm und Immunsystem zusammen? 
  • Hilfreiche Tipps bei einer Schilddrüsenerkrankung 

 

Lies hier eine Zusammenfassung des Gesprächs, in der Podcastfolge hörst du noch viele weitere Details! 

 

 

Wer ist Alex Broll? 

 

Es gibt so Menschen, die eine sehr ähnliche Auffassung über die Gesundheit und die optimale Herangehensweise haben, wenn man sich einfach nicht mehr wohlfühlt in seinem Körper und Alex ist so ein Mensch. 

Mit ihr könnte ich mich stundenlang unterhalten, wir haben uns aber für diese Episode aufs Wichtigste zum Thema Schilddrüse beschränkt. 

Alex ist wie gesagt Heilpraktikerin und Health Coach für ein positives und gesundes Körpergefühl. Ihre Vision ist es, dass sich jede Frau ausgeglichen, zufrieden und fit fühlt und dass sie weiss, was ihr gut tut und dementsprechend hierzu handelt.  

Was an ihrem Werdegang spannend ist: Sie hat ursprünglich Medizin studiert, jedoch schon nach wenigen Tagen im Studium gemerkt, dass das nicht das richtige für sie ist. Der Blick war ihr zu einseitig und zu funktional. Die Frage nach der Ursache hat ihr gefehlt, weshalb sie lieber in den Bereich der Naturheilkunde gehen wollte. Um einen ganzheitlichen Ansatz zu haben, waren ihr diese weiteren Ausbildungen ebenfalls wichtig, um auch zu schauen, welche mentalen Schwierigkeiten möglicherweise vorhanden sind. Denn dass Körper und Geist sich gegenseitig bedingen, wissen wir schon sehr deutlich. 

So hat sie naturheilkundliche Zusatz-Ausbildungen in Ohrakupunktur, Akupunktur, Cranio-sakraler Therapie, Phytotherapie, Schüssler Salze, Hypnose und EMDR. Und sie hat eine Zertifizierung zur Personal Trainerin und eine Zertifizierung zum NLP-Practitioner. 

 

 

Wo könnten die Ursachen von Schilddrüsenproblemen liegen? 

 

Alex und ich betrachten den Körper als ganzheitliche Einheit, deswegen ist ein Problem an einem bestimmten Organ immer auch aus der Warte zu betrachten: wo sonst im Körper sind noch Probleme vorhanden oder wo liegt überhaupt die Ursache, dass das System nicht mehr richtig funktioniert? 

So kann eine Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion sehr wohl auch ihren Ursprung zum Beispiel bei einem Hormonungleichgewicht oder an einem Darmproblem oder an einer Leberschwäche liegen! 

Symptome zeigen sich oft einfach am schwächsten Glied in der Kette und das kann zum Beispiel eben die Schilddrüse sein.  

Es ist aber auch wichtig, demütig zu sein und anzuerkennen, dass wir das komplexe System Körper auch heute immer noch nicht zu 100% verstehen und es Dinge gibt, die wir einfach noch nicht wissen, trotz all der Forschung und des immensen Fortschritts. 

Deswegen ist es auch wichtig, dass jeder einzelne von uns achtsam mit sich und seinem Körper umgeht und dass du immer wieder in dich hineinhörst und hineinspürst, denn er schickt dir laufend Signale, die dir helfen können, selber die Verantwortung für deine Gesundheit zu übernehmen. 

 

 

Zurück zur Schilddrüse: Wo ist sie überhaupt und was macht sie im Körper? 

 

Die Schilddrüse sitzt im Hals und ist im gesunden Zustand sehr klein und kann nicht getastet werden. 

Wenn sie wächst (zum Beispiel einen Kropf bildet), dann weist das zum Beispiel auf ein Problem hin. 

Die Schilddrüse ist die Dirigentin aller hormonellen Organe und bestimmt aber auch den kompletten Stoffwechsel. Zum Beispiel: „Wie gut verbrenne ich meine Nährstoffe oder ist mir heiss oder kalt“?  

Die Schilddrüse ist eine Art Organisatorin, die somit auch den Takt im Körper bestimmt. 

Arbeitet sie langsam und träge, dann spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion, und wenn sie Gas gibt und es in allen Ecken brennt, dann spricht man von einer Schilddrüsenüberfunktion. 

 

 

Wenn sich unser System gegen uns selbst wendet spricht man von Autoimmunerkrankungen 

 

Bekannte Schilddüsenerkrankungen wie z.B. Hashimoto Thyreoditis oder Morbus Basedow sind sogenannte Autoimmunerkrankungen, wo das körpereigene Gewebe rangeht an die Schilddrüse und ein Entzündungsprozess entsteht.

Bei Hashimoto zum Beispiel entsteht durch diese Entzündung eine Überfunktion der Schilddrüse, doch der Angriff und die Zerstörung von Schilddrüsen-Zellen bewirkt, dass die Schilddrüse mit der Zeit nicht mehr richtig funktionieren kann und zu wenig Schilddrüsenhormone produzieren kann. So entsteht eine Unterfunktion und ein ständiges Wechselspiel zwischen Überfunktion und Unterfunktion. 

 

 

In welchen Symptomen äussert sich eine Schilddrüsenerkrankung? Und was kann man dann messen lassen? 

 

Typische Symptome für Schilddrüsenprobleme sind eher unspezifisch: 

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit 
  • Depressive Verstimmungen 
  • Gewichtszunahme innerhalb weniger Wochen 
  • Trockene Fingernägel und/oder brüchige Haare 

 

Statt dann nur ein allgemeines Blutbild zu machen, wenn man mehr über die Funktion seiner Schilddrüse wissen will (denn da wird meist nur das TSH gemessen), wäre es auf jeden Fall sinnvoller, mindestens auch fT3 und fT4 mitbestimmen zu lassen. 

Denn der TSH Wert kann durchaus im Normbereich liegen und trotzdem kann die Schilddrüse nicht genügend Hormone produzieren. 

Daneben kann es sich aber durchaus lohnen, auch mal noch andere Hormonwerte bestimmen zu lassen, denn zum Beispiel ein hoher Cortisolspiegel dämpft auch die Schilddrüse herunter. Das wäre dann aber ein Beispiel, dass nicht die Schilddrüse behandelt werden sollte in dem Fall, sondern eher das Stresslevel. 

 

 

Wo besteht der Zusammenhang zwischen der Schilddrüse, dem Darm und dem Immunsystem? 

 

Man weiss zum Beispiel, dass Menschen mit Hashimoto oft auch eine Glutenunverträglichkeit haben. Und da haben wir oft die Problematik, dass Nährstoffe im Darm schlecht verstoffwechselt werden, Stichwort „Leaky Gut“. Da ist in der Regel auch das Mikrobiom durcheinander und da schadet es nie, auch einmal eine Mikrobiomanalyse durchführen zu lassen, um zu sehen, ob anhand der Beschaffenheit des Darmmilieus die Nährstoffe überhaupt in deinen Körper gelangen und auch ran an deine Schilddrüse kommen! 

Der Darm schränkt unter Umständen die Fähigkeit des Körpers ein, genügend Nährstoffe zu bekommen, um überhaupt die Schilddrüsenhormone in der richtigen Menge herstellen zu können. 

Und das Immunsystem spielt da natürlich auch noch eine Rolle, hinzu kommt, dass 80% des Immunsystems im Darm beheimatet sind. 

Eine interessante Tatsache ist, dass in den letzten Jahren herausgefunden wurde, dass auch die Hormone stark an Autoimmungeschehen beteiligt sind. Dass nämlich Progesteron und Östrogen einmal eine Immunstimulierende oder Immunsupprimierte Funktion hat, je nach dem welche T-Helferzellen aktiviert werden. 

 

 

Wo fängt man denn jetzt überhaupt an, wenn man ein Schilddrüsenproblem hat? 

 

Wir haben jetzt einiges aufgeführt, Hormone, Darm, Ernährung, Stress – wo fängt man denn am besten an? Das kommt ein wenig auf die Symptome an und das individuelle Empfinden. 

Am hilfreichsten ist hierbei sicherlich, sich gut beraten und unterstützen zu lassen. Oft ist die Ernährung etwas, was mit wenig Aufwand schon relativ viel bewirkt, denn ein schneller Erfolg ist auf jeden Fall etwas, was die Motivation hoch hält. 

Wichtig ist aber immer, die Sache ganzheitlich anzugehen, denn einfach nur Schilddrüsenhormone zu nehmen und z.B. kein Selen zu nehmen und seine Ernährung nicht umzustellen, bringt meist einfach nicht viel. Und wenn der Darm nicht richtig funktioniert, wird es langfristig auch keine Besserung geben können! 

 

 

Kann man ernährungstechnisch Empfehlungen geben bei Schilddrüsenerkrankungen? 

 

Es lohnt sich auf jeden Fall, mal für sich auszuprobieren, ob die Symptome besser werden, wenn man das Gluten weglässt. Es ist nicht immer so, dass da ein Zusammenhang besteht, aber eben doch häufig der Fall.  

Zuckerverzicht ist sowieso immer sinnvoll, wenn im Stoffwechsel etwas nicht stimmt, denn es ist einfach eine Entlastung für den Körper. Und dabei ist nicht nur das Weglassen des Zuckers entscheidend, sondern auch, dass du darauf achtest, nicht zu viele schnelle Kohlenhydrate in Form von raffinierten Mehlprodukten zu dir zu nehmen. 

Eine anti-entzündliche Ernährung, wie wir sie auch hier im Podcast und im Darmglück Kurs empfehlen, ist auf jeden Fall auch hilfreich, also viel Gemüse und etwas Obst, keine industriell gefertigten Produkte und hochwertige Fette/Öle. 

Und eben weil die Darmgesundheit so wichtig ist für das ganze System, natürlich auch eine darmfreundliche Ernährung, gibt es zu diesem Thema genügend Podcastfolgen. 

 

Links zu dieser Folge 

 

Alex und ich hoffen, dass dich dieses Interview inspiriert hat und dich oder jemanden den du kennst, wieder einen Schritt weitergebracht hat, du darfst die Folge gerne mit interessierten Menschen teilen! 

 

Mehr über Alex findest du hier: https://alexbroll.com/

Und zu Alex‘ Hormonfragebogen gelangst du hier:  https://alexbroll.com/wp-content/uploads/2018/11/Fragebogen-Hormone.pdf 

Alex’s Erfolgspodcast „Raus aus dem Hormonchaos“:  https://alexbroll.com/hormonchaos/ 

Mein erstes Interview mit Alex Broll im Darmglück Podcast, zum Thema „Warum die Hormone nicht nur Frauen in den Wechseljahren, sondern eigentlich jeden Menschen interessieren sollten findest du unter diesem Link: https://www.gruber-ernaehrung.ch/darmglueck-folge-015/ 

Interviews mit Julia in Alex‘ Podcast: 

https://alexbroll.com/darmgesundheit-grundlagen/ 

https://alexbroll.com/darmgesundheit/ 

Darmglück Online Kurs: www.gruber-ernaehrung.ch/darmglueck 

Und hier kannst du den Selbsthypnose-Minikurs erwerben:

www.gruber-ernaehrung.ch/selbsthypnose

 

Jetzt empfehle ich dir, den Podcast zu abonnieren, damit du keine Folge verpasst, und wenn dir gefällt, was du hörst, dann freue ich mich wirklich sehr über eine Bewertung auf iTunes oder Apple Podcast. Denn diese Bewertungen helfen auch anderen Menschen, den Podcast zu finden, damit wir das Wissen über Darm und Gesundheit mehr verbreiten können.

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Vielen Dank.

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