Eva Lueg ist Coach für Berufung & Beziehung. Sie begleitet vor allem Frauen in unglücklichen Beziehungsphasen dabei, einen eigenen neuen Lebensweg für sich zu finden und sie darin zu begleiten, entweder in eine erfüllte Beziehung zu gelangen oder sie begleitet sie in ihrem Trennungsprozess. Den weiblichen Selbstwert zu stärken und Frauen zu ermutigen, sich nicht so schnell unterkriegen zu lassen und ihrer eigenen Meinung zu vertrauen, emotional unabhängig von ihren Männern zu werden und möglichst auch wirtschaftlich unabhängig, das ist Eva’s größtes Anliegen.  Selten begleitet sie dabei auch Männer in ihrem Trennungsprozess. 

In diesem Interview spreche ich mit Eva, wie du verhindern kannst, dass dein Partner oder deine Partnerin dich sabotiert, wenn du eine Veränderung in deinem Leben anstrebst, wie zum Beispiel eine Ernährungsumstellung. 

Die Themen sind: 

  • Verlustängste
  • Ehrlichkeit
  • Kommunikation
  • und wie man sich ausdrücken kann, um den Partner mit ins Boot zu holen

 

 

Wenn der Partner die Ernährungsumstellung nicht unterstützen möchte…

 

Ich freue mich, dass ich heute Eva Lueg bei mir zu Gast habe. Herzlich willkommen, Eva!

 

Eva: Vielen Dank. Ich freue mich, hier sein zu dürfen und mit dir ein schönes Gespräch zu führen.

Danke, dass du dir die Zeit nimmst. Du bist Coach für Berufung und Beziehung. Es wäre spannend, ein wenig über das Thema Beziehung zu sprechen. Gerade für Menschen, die sich in einem Veränderungsprozess befinden.

Eine Ernährungsumstellung, oder eine Darmsanierung sind für manche Menschen eine ziemlich große Veränderung und eine große Herausforderung. Da wünscht man sich Unterstützung von seinem Partner, dass einem keine Steine in den Weg gelegt werden. Manchmal höre ich von meinen Kunden, dass die Partner das nicht unterstützen und es sogar schlecht reden.

 

 

Eine gute Kommunikation ist das A & O

 

Was denkst du, wäre ein guter Weg, um auf so etwas zu reagieren, wenn man Gegenwind bekommt?

 

Eva: Wir haben ja schon gesagt, dass sich genau dieses Thema in unseren Beratungen bei dir und mir überschneidet. Meistens kommt bei mir eine Person und geht dann in den Veränderungsprozess und dann ist der Partner irritiert. Das erlebe ich jeden Tag genauso in meinem Praxisalltag. Meine Erfahrung ist, dass es einfach sehr häufig von Anfang an nicht gut kommuniziert wird. Das ist gar keine böse Absicht, das ist auch für denjenigen, der in den Veränderungsprozess geht, oftmals so, dass er sich selbst noch gar nicht richtig klar über das ist, was da mit ihm geschieht.

Hier würde ich empfehlen, seinen Partner mit ins Boot zu holen und zu sagen ‚Pass auf, ich leide schon sehr lange an dieser Situation und ich möchte sehr gerne was daran verändern. Es kann sein, dass ich in Zukunft nicht so reagiere wie immer. Es wird sich sicherlich was verändern und ich würde mir sehr wünschen, dass du mich dabei unterstützt.‘

Vielleicht es auch so anzukündigen, dass das ein Prozess wird, der erstmal nicht so kontrollierbar ist. Bei dem Dinge passieren, die man nicht vorhersehen kann. Dass man hierbei eben in solchen Zeiten Unterstützung von einem nahen Menschen braucht.

 

Übernehme Eigenverantwortung und zeige Toleranz deinem Partner gegenüber

 

Die Angst von Partnern ist ja häufig, dass sie mit essen müssen, oder dass es nicht schmecken wird. Man könnte ja auch sagen ‚Ich mache das für mich. Wenn du nicht mitmachen möchtest, brauchst du das nicht.‘

Ich glaube für viele wäre es schon eine Hilfe wenn der Partner sich in der Zeit etwas selbst kocht. Gerade wenn Frauen bisher immer dafür zuständig waren und auf einmal sollen sie alles doppelt machen und es für eine Person sowieso schon schwer ist.

Wie siehst du das? Hast du Ideen?

 

Eva: Finde ich auf jeden Fall schon eine gute Anregung, wie du das sagst. Am allerschönsten ist immer, eine Frage zu stellen. ‚Kannst du dir vorstellen, in der Zeit für dich selbst zu sorgen?‘ ‚Hast du Ideen was du daraus lernen könntest, wenn du für dich selbst sorgst?‘ ‚Wie können wir das machen, dass wir in den 6 Wochen für unsere eigene Ernährung zuständig sind?‘

Das ist mein Herzensthema, dass Menschen innerhalb von Beziehungen freier werden. Das bringt einen großen Schritt in die Eigenverantwortung zu sagen ‚Ok, dann koche ich in der Zeit für mich.‘

Und ich glaube wenn ein Partner dann einfach auch gefragt wird und nicht das Gefühl hat, dass über seinen Kopf hinweg entschieden wird, ist die Chance groß dass er tatsächlich ein Stück mit geht.

 

Kann es sein, dass Frauen die Tendenz haben ihren Partner mit verändern zu wollen? Quasi in etwas reindrängen, was er gar nicht will?

 

Eva: Ja. Die Frauen wollen ganz oft die Männer verändern. Ich hatte heute nach langer Zeit mal wieder einen Mann im Coaching. Da war das auch wieder so deutlich! Da musste ich dann auch einfach selbst als Frauencoach den Tipp geben und sagen ‚Wir wollen euch Männer wirklich häufig verändern.‘

Das ist was, was wir durchaus lernen dürfen an dieser Stelle. Dass der Partner dann auch unter Umständen weiter seine ungesunde Nahrung zu sich nehmen kann, aber seine Partnerin bitte nicht überredet, das mit zu essen. Da bietet sich auch in deinem Thema sehr viel Möglichkeit für eine neue Toleranz und eine neue Wertschätzung einander zu entwickeln.

 

Was denkst du, was steckt dahinter wenn jemand tatsächlich die Bemühungen meiner Kunden sabotieren will? Ich hatte einmal eine Kundin, die hat so Mühe gehabt auf Süßes und Zucker zu verzichten und dann hat der Mann sich extra demonstrativ neben sie gesetzt und hat sein Eis gegessen. Was könnte dahinter stecken, dass jemand sowas macht?

 

Eva: Das können verschiedene Sachen sein. Es klingt sehr gemein, was du da erzählst. Wenn wir davon ausgehen, dass Partner erstmal unbewusst reagieren und nicht absichtlich dem Partner etwas wollen, können wir immer von Verlustangst ausgehen. Die ist natürlich nicht so bewusst, aber ganz oft wenn Partner sehen ‚Oh meine Frau fängt jetzt an, sich zu verändern!‘ ist da erstmal Angst. Man hat sich gegenseitig in seinen Gewohnheiten kennengelernt und das auch so als Charakterzug eingeordnet.

Wir denken unser Partner ist so, wie er ist – mit all seinen (auch schädigenden) Gewohnheiten. Und wenn er nun eine schädigende Gewohnheit aufgibt, enthüllt sich ein Stück von einem anderen Persönlichkeitsanteil darunter, den der Partner sich ja nicht ausgesucht hat. Wo er dann denkt ‚Oh. Meine Frau ist ja gar nicht mehr so ein Genussmensch‘. Quasi: ‚Jetzt ist der Partner gar nicht mehr so, wie ich ihn kennen und lieben gelernt habe.‘ Dann noch die Frage ‚Will ich ihn so?‘

Mit all diesen Fragen erstmal gar nicht konfrontiert werden zu wollen, könnte so ein Verhalten erstmal aufweisen. Wenn wir jetzt ganz extrem denken und ich das von dir höre, extra gemein zu sein, würde ich tatsächlich eine Absicht unterstellen und das finde ich sehr fragwürdig. Da würde ich fast von einer krankhaften Störung ausgehen.

 

 

Umgang mit Verlustängsten und Gegenwind

 

Ich glaube unsere Toleranzgrenze ist oft relativ hoch, dass wir sehr viel mit uns machen lassen, gerade wenn man schon lange zusammen ist. Stellst du das auch fest, dass viele Leute eigentlich sehr lange in einer Beziehung drin bleiben, weil die Angst größer ist da raus zu gehen, obwohl man nicht glücklich ist?

 

Eva: Ja. Auf jeden Fall. Das kenne ich von ganz vielen Kunden, die ich begleiten darf. Und ich muss gestehen: auch aus meinem eigenen Leben. Lange in etwas drin zu bleiben, wo ich schon lange gar nicht mehr drin bleiben möchte. Die Angst, oder die Verlustangst ist oft erstmal gar nicht so klar. Ich glaube Menschen sind sehr gut darin, sich einzureden dass das richtig ist, wo sie drin stecken.

Sie denken das ist die große Liebe, oder das ist jetzt die große Leidenschaft, oder Berufung. Die Bewusstheit ist oft einfach nicht da. Wir sind unheimlich gut im Ausreden finden, oder im uns etwas einzureden, warum das so richtig ist.

Ich glaube, da sind wir nicht mutig genug in dieser Ehrlichkeit uns selbst gegenüber, oder auf unsere Intuition oder unser Gespür zu hören – denn das weiß man eigentlich schon sehr lange, dass das gar nicht mehr stimmt, was da läuft. Und um nochmal auf den Anfang zurück zu kommen – Menschen mit ins Boot zu holen, oder in der Kommunikation auch erstmal unkonkrete Zustände zu beschreiben, auch wenn man die noch gar nicht so klar hat; so etwas hoch zu holen und zu sagen ‚So wie das gerade läuft, gefällt mir das nicht‘ ‚Ich bin gerade nicht zufrieden, da ist was, was mich immer wieder stört. Ich würde das gerne verändern.‘ – ist oft eine gute Methode, um erstmal etwas in Gang zu bringen.

 

 

Finde deine eigene Klarheit

 

Diesen Mut zu haben sich selbst einzugestehen, dass was nicht stimmt, ist ganz wichtig! Ich glaube wir trainieren unsere Partner wie sie mit uns umgehen dürfen, weil wir es ja auch zulassen. Wenn wir dann anfangen uns zu verändern merken wir vielleicht plötzlich, dass es uns nicht passt. Dabei haben wir den Partner jahrelang darauf trainiert, dass er so mit uns umgehen darf. Ich glaube das ist ein schwieriger Punkt, erstmal in einem selbst die Klarheit zu finden, dass es so nicht weiter geht.

 

Eva: Ja genau. ‚Wir lassen mit uns umgehen‘ ist aber tatsächlich eher ein Frauending. Ich finde schön, dass du gesagt hast: ‚Es dauert, bis man sich eingestehen kann, dass es für einen nicht mehr stimmt‘. Und bis man das dem Partner gegenüber mitteilt, ist ja dann der nächste Schritt.

Und um noch einen Schritt weiter zu schauen: wenn man sich dann verändert und dies ausdrückt, dann muss man auch dem Gegenwind erstmal standhalten. Zu wissen, dass der Partner möglicherweise nicht damit einverstanden ist und dies jetzt erstmal versucht zu sabotieren. Und hierbei nicht sofort aufzugeben, sondern wirklich dabei zu bleiben und noch ständig zu wiederholen ‚Schau, für mich stimmt das Neue. Ich weiß, du bist damit noch nicht ganz einverstanden.‘ Und da dann auch dran zu bleiben! Gerade für Frauen das Vertrauen zu haben und das Bein steif zu halten braucht ein paar Wiederholungen, bis der Partner das kapiert hat. In vielen Fällen kapiert er es irgendwann.

 

 

„Wenn ich jemanden verändern will, geht es nur darum, dass ich mich verändern will“

 

 

Genau das habe ich jetzt auch erlebt bei einem Paar. Es hatte einen positiven Einfluss auf deren Beziehung gehabt, dass sie gemeinsam diesen Kurs gemacht haben. Es ist so ein wichtiger Punkt dran zu bleiben und nicht aufzugeben und auch die Beziehung nicht gleich in den Wind zu schießen!

Das ist eine gewisse Tendenz, die ich manchmal sehe, dass Leute sehr schnell am Partner zweifeln. Es gibt ja beides – die, die viel zu lange an einer Beziehung festhalten und die, die viel zu schnell aufgeben. Ich glaube, dass wenn ich jemanden verändern will, geht es nur darum, dass ich mich verändere und automatisch verändert sich der Andere mit – oder er geht. Wenn man bereit ist, dieses Risiko einzugehen, ist die Wahrscheinlichkeit dass es in die Brüche geht, viel kleiner.

 

Eva: Genau. Ich habe da nochmal eine ganz andere Möglichkeit! Ich komme manchmal mit innovativen Ansätzen. Wenn schon trennen, dann kann es ja auch sanft passieren. Man kann ja auch eine Zeit erstmal getrennte Wege gehen, oder auch mal räumlich. Ich finde das für langjährige Beziehungen legitim und eine Möglichkeit sich selbst zu spüren, wer man eigentlich ist! Und sich dann nochmal zu entscheiden ‚Wie möchte ich meinem Partner wieder neu begegnen? Passt das überhaupt noch?‘. Das kann auch wieder zu einer sehr fruchtbaren Zusammenkunft führen, oder aber auch zu einer Trennung, die nicht so radikal sein muss. Für solche Übergangslösungen würde ich mir mehr Offenheit wünschen, weil so viele Menschen noch schwarz-weiß denken.

 

 

Was schweißt eine Partnerschaft wieder zusammen?

 

Passiert es tatsächlich dass Leute, die sich trennen, wieder zusammenfinden?

 

Eva: Da gibt es bei mir noch nicht so viele Studienergebnisse. Ich habe das bisher noch nicht erlebt. Ich versuche das seit neustem zu verbreiten und es haben sich noch nicht so viele darauf eingelassen, solche Übergangslösungen in Anspruch zu nehmen. Eher kürzere Sachen, zum Beispiel mehr Wochenenden miteinander wegfahren, als nur 1x im Jahr und sich für dieses Wochenende vorzunehmen, nicht so viel voneinander zu erwarten. Oder an diesem Wochenende auch mal getrennte Wege zu gehen und nicht immer aufeinander zu hängen. Das hat schon sehr häufig zu ganz guten Ergebnissen geführt.

 

Ich habe bei Robert Betz gelesen, dass er gesagt hat: ‚Man sollte eigentlich eine Stunde pro Tag alleine sein, einen Tag pro Woche und eine Woche pro Jahr.‘ Das fand ich total schön, es hat mich sehr angesprochen. Er hat irgendwie Recht.

Eva: Ja. Denn es mit sich auszuhalten, macht nochmal mehr Beziehungsfähig!

 

 

Kommuniziere deinen Wunsch der Ernährungsumstellung und bleibe standhaft!

 

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen: wenn wir uns vornehmen, mehr für unsere Gesundheit zu tun, oder unseren Lebensstil zu ändern, ist es wichtig erstmal zu sich zu kommen und sich zu fragen ‚Was will ich überhaupt?‘ und dann dies dem Partner, der Familie und dem Freundeskreis mitzuteilen.

Ich habe immer das Gefühl, dass der Freundeskreis auch Einfluss hat. Man merkt, wo der Gesellschaftsdruck vorhanden ist. Ich sage dann immer: ‚Verteidige dich nicht und erkläre dich nicht.‘

Hast du da noch eine Idee? Letzten Endes geht es ja darum, einfach auch zu kommunizieren was man tut und was einem wichtig ist. Und dann ist der dritte Punkt dabei bleiben und standhaft sein und sagen ‚ICH sorge jetzt für MICH! Die Leute die mir nahe stehen, werden sehen, dass es mir damit gut geht‘.

 

Eva: Ich würde die gleiche Empfehlung geben, wie vorhin mit dem Partner. Zu wissen, da kommt sehr wahrscheinlich Gegenwind. Ich bin ein großer Freund davon, die Gefühlswelt immer mit einzubeziehen – und dann mal für einen Moment dieses schräge Gefühl zu erlauben, dass da jemand gegenüber nicht einverstanden ist.

Einfach mal tief zu atmen – man weiß ja, dass das kommt – und einfach nichts zu sagen und akzeptieren, da versucht jemand sich gegen das Neue aufzulehnen. Da kann man mit einer kurzen Aussage ‚Ich mache gerade eine Ernährungsumstellung und ich würde mir da gerne treu bleiben. Deswegen esse ich keine Pizza. Ich weiß, du kennst mich sonst anders, aber jetzt gilt mal was Neues‘.

Dass dein Gegenüber sich somit gesehen fühlt und mehr würde ich dazu gar nicht sagen.

 

Ich hatte einmal einen Kunden, der super gut abgenommen hat und ist wieder in das alte Muster gefallen, weil er im ganzen Familien-, Freundes- und Arbeitskreis der Einzige war, der sich gesund ernährt hat. Das hat ihm so Mühe gemacht, dass er irgendwann eingeknickt ist.

Ich glaube es gibt viele Menschen, die sich in dieser Situation wünschen würden, dass das Umfeld sie unterstützt. Es ist wichtig, dass die Eigendynamik und Motivation so hoch ist, dass man das durchzieht und geduldig bleibt und nicht denkt ‚Oh, ich armer Tropf muss Gemüse essen, während alle Pizza schlemmen.‘ Sondern eher ‚Ich darf mir was Gutes tun. Was die anderen machen, geht mich nichts an‘.

 

Eva: Ja das stimmt. Wobei ich finde, das ist eine große Herausforderung in einem so stark anders handelndem Umfeld seinen eigenen Weg zu gehen. Das halte ich für sehr herausfordernd.

 

Ich habe ihm damals geraten (da hatte ich leider noch nicht den Online-Kurs), dass er in seinem Umfeld wenigstens eine neue Person kennenlernt, die auch in diese Richtung tickt. Man sollte sich vielleicht an Orten aufhalten, wo die Wahrscheinlichkeit besteht, dass auch andere Menschen dort sind, die sich für das Thema interessieren.

 

Eva: Deshalb finde ich es so gut, dass du das auch mit dem Lebensstil kombinierst. Gerade in dem Beispiel ist es ja total deutlich, dass neben der Ernährung einfach auch die Veränderung des Lebensstils sehr förderlich gewesen wäre.

 

Klar, bei Arbeitskollegen kann man nichts machen und Freunde hat man halt. Aber ich denke man kann offen sein, für 2-3 neue Freunde kennenzulernen, oder mal einen Kurs zu machen, oder auf ein Seminar zu fahren.

 

Eva: Jetzt komme ich wieder mit meinen direkten Ansagen auf den Tisch. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es dann nochmal neue Fragen aufwirft über die Beziehungen, die man führt. Ich würde sie für eine Zeit lang tatsächlich mal in Frage stellen, wenn ich meinen Lebensstil und meine Nahrung ändere. Wenn ich in die Gesundheit und in die Bewusstheit gehe, ist es vielleicht schmerzhaft, aber manchmal passen manche Freundschaften und Bekanntschaften nicht mehr.

 

 

Was die Ernährungsumstellung mit Selbstliebe zu tun hat

 

Das stimmt und ich glaube das ist nochmal ein guter Punkt, dass man da wirklich wachsam ist und ehrlich zu sich selbst.

 

Eva: Ich denke eine Ernährungsumstellung bzw. die Entscheidung getroffen zu haben, in dieser Richtung wirklich etwas zu tun, ist ein großer Schritt in die Ehrlichkeit zu sich selbst.

 

Und in die Selbstliebe. Ich sage immer ‚Der Darm steht symbolisch für unsere Mitte und unsere Wurzel und wie wir mit unseren Beinen auf dem Boden stehen‘. Urvertrauen hat irgendwo mit dem Darm zu tun und deswegen hat es tatsächlich sehr große Zusammenhänge.

Ich finde, du hast ganz tolle Tipps gegeben! Ich glaube was ich auf jeden Fall aus unserem Gespräch mitnehme, ist, die Wichtigkeit auf Dinge zu schauen, die vielleicht hochkommen – und gerade wenn man die Ernährung umstellt, entgiftet, Sachen ablegt, kommen wahre Essenzen manchmal hervor.

Und dass man da wachsam ist, achtsam ist und sich diesen Prozessen auch stellt und den Mut hat zu sagen ‚Oh, da kommen Dinge hervor, die ich mir eigentlich gar nicht anschauen wollte, aber wenn sie schon mal da sind, schaue ich da auch hin!‘.

 

Eva: Und wo du gerade Gifte und Entgiftungen ansprichst. Es gibt ja auch toxische Beziehungen. Es muss nicht immer eine ganze Beziehung sein, aber es gibt toxische Verhaltensweisen in Beziehungen. Die kann man verändern, aber sie kommen auch mit hoch. Wie du das vorhin beschrieben hast mit dem Mann, der sich extra mit einem Eis daneben setzt. Da ist ja was toxisches drin und das kommt dann auch mit auf den Tisch. Das kann man aber auch genauso anschauen und umstellen, wie die Ernährung.

 

Erfahre in Eva’s Zusammenarbeit mehr Ehrlichkeit und Wissen über deine Beziehung

 

Und ich habe auch immer schon gesagt: ‚Ernährungscoaching ist eigentlich Lebenscoaching‘. Es fängt vielleicht bei der Ernährung an, aber für mich ist es eigentlich ein Eintrittstor in ein neues Leben.

Liebe Eva, ich könnte noch ewig weiter sprechen, aber ich würde ganz gerne noch von dir was erfahren.

Wenn jetzt jemand mehr Ehrlichkeit und mehr Wissen über seine Beziehungen haben möchte – hast du ein Angebot? Möchtest du darüber was sagen?

 

Eva: Ich bin eine von wenigen 1:1 Coaches. Ich habe kein Online-Programm, ich mache keine Gruppenprogramme. Ich bin dem 1:1 Coaching treu geblieben und mache das nach wie vor mit großer Leidenschaft. Ich helfe Menschen dabei, neue Beziehungen zu gestalten und neue Berufe zu gestalten und dabei liegt mein Augenmerk darauf, das „Alte“ hinter sich zu lassen.

Es braucht immer einen regenerativen Raum. Die Leute kommen aus etwas heraus, was sehr anstrengend war, sind in etwas sehr lange drin geblieben, wo sie nicht mehr drin bleiben wollten.

Das sind die meisten Menschen, die zu mir kommen und da möchte ich mein Augenmerk einfach auf diese regenerativen Prozesse richten.

Das hat sehr viel damit zu tun, sich auch mit seiner Gefühlswelt zu verbinden und auseinander zu setzen und daraus dann gestärkt in das Neue zu gehen. Ich mache das sehr viel langsamer und mit viel Raum und Aufmerksamkeit. Meine Coachings sind immer 2 oder 3 Monatsprogramme, die starten mit einem Retreat-Tag persönlich bei mir – der wird demnächst im Allgäu sein, da werde ich jetzt hinziehen.

Diese Programme starten immer mit diesem persönlichen Tag. Wenn das nicht passend ist, geht es auch online. Danach gibt es ein 2-monatiges Anschlussprogramm, dieses kann auch online erfolgen. Hierbei nehme ich mir sehr viel Raum und Zeit für meine Kunden, dass sie diese Prozesse verdauen, regenerieren und dann Schritt für Schritt in das Neue gehen.

Das ist mein Angebot im Thema Beziehung und auch Beruf. Ich mache Erstgespräche und da lasse ich mich dann auch sehr oft auf das ein, was mein Kunde braucht. Ich baue individuelle Programme zusammen. Wer meine Arbeit testen möchte – ich habe diese und nächste Woche meine halbstündigen, kostenlosen Online-Selbstliebesessions, wo noch einige Gespräche verfügbar sind. Wer das einmal ausprobieren möchte, kann mir über Facebook eine PN schreiben, oder eine E-Mail unter: info@evalueg.de

 

Dürften die sich darauf beziehen, dass sie den Podcast gehört haben und das gerne ausprobieren möchten?

 

Eva: Ja genau.

 

Dieser Retreat-Tag, ist man da alleine mit dir? Oder wie muss man sich das vorstellen?

 

Eva: Da ist man alleine mit mir und da gibt es viele Aufgaben, aber eben auch ganz viel Raum und Zeit, um das zu verarbeiten. Ich komme aus der Körperarbeit, ich habe also die Möglichkeit Körperarbeit mit anzuwenden und so ein Tag endet (wer das möchte) mit einer Körperarbeit, die das alles verdaut.

Dieses Verdauen – wo wir gerade beim Darm sind – hat bei mir einen großen Raum, weil ich es einfach wichtig finde, Mindset-Prozesse in den Körper zu implementieren und sinken zu lassen. Nicht immer nur Aufgaben und lernen und umsetzen, sondern auch den passiven Anteil zu integrieren.

 

 

Warum eine Ernährungsumstellung lebensverändernd sein kann…

 

Und unser Körper spiegelt und signalisiert uns ganz viel.

 

Eva: Genau und bringt uns auch eine neue Klarheit! Das wirst du sicher auch kennen. Wenn der Darm gesünder wird, bringt er neue Klarheiten an die Oberfläche.

 

Total! Mir haben Kunden schon gesagt, dass es ihr Leben verändert hat. Wahnsinn, was eine kleine und einfache Ernährungsumstellung Dinge in Fluss bringen kann, wo jemand vielleicht jahrelang darunter gelitten hat.

Meine Leidenschaft ist es, die Leute in die Lage zu versetzen, ihr Leben in die Hand nehmen zu können um Lebensträume wahr werden zu lassen.

Ich finde es sehr schön, alle die in diesem Feld unterwegs sind, uns so schön ergänzen und dass Themen von verschiedenen Seiten angegangen werden können, aber am Ende immer das gleiche Endziel haben. Es ist schön wenn man sieht, dass eins zum anderen führen kann.

Dass eine Ernährungsumstellung da hinführen kann, ob ich in meiner Partnerschaft noch glücklich bin, oder solche Dinge.

 

Eva: Genau, oder eine Trennung aus einer Partnerschaft hinführen kann zu: ‚Oh, wie ungesund habe ich eigentlich gelebt?‘. Als Neustart sozusagen.

 

 

Eva’s Abschlusswort: „Habe mehr Mut auch unperfekt zu kommunizieren!“

 

 

Gibt es noch irgendwas, was du zum Schluss meinen Hörern mitgeben möchtest?

 

Eva: Ich würde einen Aspekt rausgreifen, den ich schon mal gesagt habe.

Erstmal reicht es ganz oft ein ungutes Gefühl zu haben, um zu sagen ‚Das möchte ich nicht‘. Wir müssen nicht immer alles erklären.

Es reicht ein ungutes Gefühl zu haben und es auszusprechen und in dem Zuge eben auch unreife Zustände ruhig auszusprechen. ‚Ich weiß noch nicht warum, aber es fühlt sich nicht stimmig an.‘ ‚Ich bin damit nicht zufrieden, ich hätte das gerne anders.‘

Das so auszusprechen hilft enorm, auch dem Partner.

Sich mehr zu trauen, mehr Mut zu haben, diese unreifen Zustände viel mehr zu erlauben, auszudrücken und auch unperfekt zu kommunizieren.

Vielen Dank! 

 

Dies sind die Links zur Folge:

Eva bietet für Darmglück Podcasthörerinnen und -hörer kostenlose Selbstliebe-Online Sessions (30 Minuten) an, du kannst sie über Facebook oder über E-Mail kontaktieren, wenn du das wahrnehmen möchtest. 

Eva Lueg’s Webseite lautet: https://evalueg.de/ 

Darmglück Online Kurs: https://www.gruber-ernaehrung.ch/darmglueck  

Und hier kannst du den Selbsthypnose-Minikurs erwerben:

www.gruber-ernaehrung.ch/selbsthypnose

Jetzt empfehle ich dir, den Podcast zu abonnieren, damit du keine Folge verpasst, und wenn dir gefällt, was du hörst, dann freue ich mich wirklich sehr über eine Bewertung auf iTunes oder Apple Podcast. Denn diese Bewertungen helfen auch anderen Menschen, den Podcast zu finden, damit wir das Wissen über Darm und Gesundheit mehr verbreiten können.

Du kannst mir auch gerne eine Rezension als Voicemail hinterlassen, dazu wähle einfach folgenden Link aus: www.gruber-ernaehrung.ch/voicemail und sende mir deine Bewertung als Sprachnachricht.

Vielen Dank.

Subscribe on Android

[woocommerce_my_account]