Ein Leaky Gut oder durchlässiger Darm hat zur Folge, dass Nahrungsbestandteile oder Giftstoffe in deinen Körper hineinkommen können, die da eigentlich nicht hingehören.

Chronische Beschwerden wie Autoimmunerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, Hautprobleme, Stimmungstiefs und vieles mehr können Symptome von so einem durchlässigen Darm sein.

In dieser Podcastepisode spreche ich über

  • Welche weit verbreiteten Annahmen über die Ernährung nicht korrekt sind
  • Warum wir nur zu 0.5 Prozent menschlich sind
  • Was ein Leaky Gut oder durchlässiger Darm ist
  • An welchen Anzeichen du erkennst, dass du einen Leaky Gut hast?
  • Wie es zu einem Leaky Gut kommen kann
  • Und: was du tun kannst, um deinen Darm wieder dicht zu bekommen

 

 

Wenn du Leaky Gut hast bist du nicht mehr ganz dicht

 

Vielleicht hast du schon davon gehört – es ist momentan ein bisschen ‚Mode‘ über Leaky Gut zu sprechen und interessanterweise ist es aber keine Neuerscheinung, sondern es wurde zum ersten Mal schon im Jahre 1982 in der Literatur erwähnt.

Jetzt fragst du dich vielleicht was heißt denn Leaky Gut, oder durchlässiger Darm? Hat mein Darm Löcher?

Ja hat er in dem Sinne. Wenn die Darmwand nicht richtig dicht ist, können Nahrungsbestandteile oder Giftstoffe in den Blutkreislauf reinkommen, die normalerweise nicht reinkommen, weil der Darm dicht ist. Wenn er nicht mehr dicht ist, dann spricht man von so einem Leaky Gut, oder durchlässigen Darm. Ich möchte in dieser Folge darüber erzählen, wie du vielleicht merkst, ob du das hast, was es für Möglichkeiten gibt, wie du das herausfinden kannst, aber natürlich auch was du tun kannst, wenn du tatsächlich einen durchlässigen Darm hast.

Bevor ich aber auf das Thema ‚Wie erkenne ich das?‘ komme, wollte ich nochmal ein paar Dinge klarstellen, die oft einfach missverstanden werden, oder falsch angenommen werden, wenn’s ums Thema Ernährung geht.

 

Um die Ernährung muss man sich nur kümmern, wenn man abnehmen will

 

Und wenn wir vom Darm reden, spreche ich immer auch von Ernährung, weil für mich geht das Hand in Hand. Nahrung landet im Darm und von dem her wenn ein Darmproblem vorhanden ist, müssen wir auch die Ernährung mit in Betracht ziehen.

Viele Leute denken, eine Ernährungsumstellung braucht man nur dann, wenn man abnehmen möchte – also wenn ich schlank bin, dann habe ich kein Ernährungsproblem und somit ist auch egal was ich esse. Das stimmt so natürlich nicht!
Denn Nahrung ist Information, Nahrung ist ein Weg, um Nährstoffe in den Körper zu bringen. Und auch jemand, der schlank ist, braucht gute Nährstoffe, um sein Immunsystem zu stärken, oder um Energie zu haben, oder um Entzündungen bekämpfen zu können.
Von dem her ist es wirklich wichtig – also wir sprechen hier nicht darüber weil’s nur um Gewichtsabnahme oder so geht, sondern Ernährung ist die Basis und gehört immer dazu, wenn im Darm irgendwo Problem vorhanden ist.

Bestimmt hast du mich auch schon sagen hören, dass wenn du eine Krankheit hast, ein chronisches Gesundheitsproblem, dann muss man immer an den Darm denken und von dem her auch immer an die Ernährung.
Das ist meine Sicht der Dinge und hat sich in der Praxis tatsächlich auch bewährt.

 

Bei einer chronischen Krankheit kann man mit Ernährung nichts erreichen

 

Viele Leute sagen, Krankheit hat in dem Sinne nix mit Ernährung zu tun. Wenn ich wirklich ernsthaft krank bin, dann brauche ich Medikamente, Therapien und die Ernährung alleine ist da nicht kraftvoll genug.
Oft kommen Leute zu uns und sagen ‚Ich habe alles schon probiert. Ich habe alle Therapien durch, alles gemacht, nichts hilft gegen meine Beschwerden!‘

Und oft ist es dann aber so, wenn ich nachfrage ‚Was heißt denn alles?‘, dann haben sie 3-4 Sachen gemacht, aber um die Ernährung haben sie immer einen Bogen drum gemacht.
Einerseits verständlich, weil viele Leute einfach denken, die Ernährung ist unheimlich anstrengend umzustellen, was eigentlich gar nicht wahr ist – oder ‚Ich muss auf zu viel verzichten‘, oder ‚Ich habe keine Zeit dafür‘.
Das sind alles Ausreden!

Wichtig ist wirklich, wenn eine Krankheit vorhanden ist, vor allem ein chronisches Geschehen, dann solltest du immer an die Ernährung und an den Darm denken.

 

 

Mit Ernährung kann man alles in den Griff bekommen

 

Eine weitere Annahme, die viele Leute machen ist, die Ernährung kann alles richten. Sozusagen dann wieder das andere Extrem, dass Leute sagen ‚Ich brauche keine Therapien und ich brauche vor allem auch keine Supplemente, keine einem ähnlichen Mitteln die ich mir zuführe, sondern ich möchte alles über die Ernährung machen und die Ernährung alleine wird mir dabei auch helfen.‘
Und da muss ich sagen wenn jemand tatsächlich schon ein Problem hat und eben z.B. einen durchlässigen Darm, über den wir gleich noch sprechen werden – also wenn die Darmschleimhaut entzündet ist, Löcher hat etc. empfehle ich natürlich eine Ernährungsumstellung, aber dann würde ich dir schon auch raten, mal das Thema Supplemente wie Probiotika, Präbiotika, Aufbaumittel – solche Dinge mit anzuschauen.
Denn es funktioniert einfach sehr viel besser, wenn du es von mehreren Seiten angehst und es ist auch nichts Schlimmes dabei, mal ein Probiotikum zu nehmen für deinen Darm, wenn es ein gutes Produkt ist. Wir persönlich arbeiten mit den Produkten von Arktis BioPharma, die wir in der Schweiz vertreten.

Das hilft dir und das soll auch helfen, dass du möglichst schnell wieder gesund wirst und deswegen habe ich persönlich nichts gegen einen gezielten Einsatz von guten Produkten.

Das waren jetzt ein paar ‚Vorannahmen‘, die bei vielen Leuten einfach vorhanden sind. Was man vielleicht erwähnen könnte ist, dass viele Leute denken ‚Ernährung wird es schon richten‘. Das habe ich vorhin schon gesagt, für die Produkte. Aber es gilt auch für andere Lebensbereiche. Die Ernährung alleine ist zwar sehr machtvoll und es ist ein guter Einstiegspunkt. Ich sage immer das ist ein gutes Tor, was sehr viel bewirkt, um dann aber auch weiterzugehen und andere Dinge mit den Angriff zu nehmen. Dinge wie zum Beispiel Stressreduktion, Zufriedenheit im Leben allgemein, gute Beziehungen zu haben, erfüllende Arbeit zu haben.

Solche Dinge gehören am Ende auch dazu, wenn du deinen Darm wieder dicht bekommen möchtest im Fall von Leaky Gut, oder ganz generell wenn du dich wohlfühlen möchtest.

Denn Stress macht uns auf jeden Fall auch krank und Unzufriedenheit ist auch Stress. Sogar wenn es langweilig ist – es gibt auch viele Leute die einen Job haben, der ist nicht unbedingt super stressig, sondern einfach langweilig und auch das ist im Endeffekt wieder Stress und deswegen: ja, Ernährung ist wichtig, aber die Ernährung allein wird es am Ende auch nicht richten.

Noch ein letzter Punkt, bevor wir ins Thema Leaky Gut einsteigen: viele Leute denken, wenn es ihnen besser geht, können sie sofort wieder in alte Ernährungsmuster zurückfallen.
Das machen wirklich viele Leute. Das ist etwas, was zu verhindern gilt.
Erstens dauert es, bis sich das Ganze stabilisiert.
Zweitens: wenn eine bestimmte Ernährungsform dich vorher krank gemacht hat, wird sie dich auch nachher krank machen.

Ernährung ist tatsächlich ein machtvolles Mittel und wenn ich mich falsch ernähre, kann ich dadurch auch Entzündungen fördern im Körper, oder eine durchlässige Darmschleimhaut produzieren. Kommen wir nun auf das Thema durchlässiger Darm zu sprechen.

 

Warum ist der Darm so wichtig?

Ich gehe davon aus, wenn du diesen Podcast hörst, weißt du einiges über den Darm – ich habe auch in früheren Folgen schon einiges darüber gesprochen, aber vielleicht ganz kurz nochmal: Warum ist der Darm so wichtig?

Der Darm ist deswegen wichtig, weil er sozusagen die erste Anlaufstelle ist. Die Nahrung kommt zuerst durch den Magen in den Darm und wird dann dort aufgespaltet und die Nährstoffen werden verteilt.

Es ist der Ort, wo alles aufgenommen wird und der Flüssigkeitshaushalt geregelt wird. 80% des Immunsystems sitzen im Darm.

Tatsächlich gibt es Leute, die sagen: ‚Der Tod sitzt im Darm‘ oder Rosina Sonnenschmidt hat mal gesagt ‚Krankheiten fangen im Mund an. Beim Essen, beim Verdauen und Loslassen von Eindrücken‘.

Und da zeigt sich, wie auch die Psyche eine Rolle spielt. Wir müssen auch Erlebnisse in dem Sinne verdauen.

Das Interessante ist, die Darmbakterien haben Gene und diese Mikroorganismen haben sehr viel mehr Gene, als wir menschliche Gene haben. Wir haben nur 0,5 % menschliche Gene in uns und der Rest sind quasi Mikroorganismen-Gene. Das zeigt, dass wir genetisch gesehen unheimlich stark vom Darm beeinflusst werden und deswegen ist dieses Thema eben einfach zentral für unsere Gesundheit.

 

Ursachen für einen Leaky Gut

Wie kann es passieren, dass der Darm löchrig oder durchlässig wird? Das ist einerseits lebensstilbedingt, also Stress oder Medikamente können das z.B. auslösen, aber eben auch Entzündungen.

Wenn die Darmschleimhaut entzündet ist, dann ist es so, dass sie nicht mehr richtig dicht ist. Wenn sie nicht mehr richtig dicht ist und kleine Löcher bekommt, dann können Nahrungsteilchen, andere Partikel, Giftstoffe usw. diese Darmwand passieren, die normalerweise eben diese Dinge nicht passieren lässt und gehen dann in den Blutstrom und werden im Blut verteilt im Körper. Da kann es passieren, dass das Immunsystem eine Gegenreaktion macht, eine Entzündung produziert und so werden diese Entzündungen konstant getriggert und das führt dann eben auch zu den ganzen Krankheiten, die einen entzündlichen Ursprung haben.

Wie kannst du jetzt herausfinden, ob du einen durchlässigen Darm hast?

Einerseits gibt es Tests. Es gibt einen Mikrobiomtest, den du machen kannst. Da kannst du dann feststellen, ob was nicht stimmt in deiner Darmflora. Einen Wert, auf den du da achten kannst, nennt sich Zolonin. Das ist quasi der Zöllner an der Darmschleimhaut und wenn dieses Zolonin erhöht ist, werden mehr Partikel durchgelassen, als eigentlich gut ist und das spricht dann für einen durchlässigen Darm, oder Leaky Gut. Der Wert, der sich Alpha Eins Antitrypsin nennt, ist vielleicht interessant mal zu bestimmen und das sekretorische Immunglobulin A wären so Werte, die man bestimmen lassen könnte.

Es gibt noch weitere Tests, die insbesondere wenn es um Leaky Gut geht, interessant sein können, wie z.B. organische Säurentests.

Grundsätzlich macht es auch immer Sinn zu testen, ob man eine Entzündung im Körper hat. Entzündungen sollten unter 0,5 sein. Es gibt einen Wert, der nennt sich CRP (C-reaktives Protein) und da sollte man die hoch sensitive Variante bestimmen lassen im Blut, wenn man mal wissen möchte wie es bzgl. Entzündungen aussieht. Manchmal liegt man bei einem Wert von 1 oder 2 – das ist schulmedizinisch noch absolut ok, aber es zeigt an, dass eine leichte Entzündung vorhanden ist.

 

Typische Symptome von Leaky Gut

Wenn du keine Analyse machen möchtest, sondern einfach mal dich selber fragen möchtest ‚Gibt es Anzeichen, dass ich vielleicht Leaky Gut, oder durchlässigen Darm habe?‘, zähle ich dir jetzt ein paar Symptome auf, die dafür sprechen könnten, oder die typische Symptome sind.

Ein Symptom ist auf jeden Fall, wenn du Energietiefs hast, chronisch müde bist, erschöpft bist, morgen schon müde aufwachst, vielleicht abends auf dem Sofa vor der Schlafenszeit einschläfst, du einfach nicht in die Gänge kommst und ich durch den Tag schleppst. Hauptprobleme, Ausschläge, Akne, entzündliche Sachen an der Haut, bis hin zu Schuppenflechte, oder Neurodermitis.

Unverträglichkeiten z.B. auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten entstehenden meistens dadurch, dass man einen löchrigen Darm hat. Heuschnupfen, alle Arten von Allergien können ein Zeichen sein für einen durchlässigen Darm.

Entzündliche Darmerkrankungen natürlich! Alles, was mit dem Darm, oder der Verdauung zu tun hat, wie Durchfall, Blähungen etc. können darauf hinweisen.
Auch mentale Erkrankungen (Depressionen, Demenz, ADHS, usw.).

Weitere Anzeichen sind Autoimmunerkrankungen. Heute geht man fast davon aus, dass da auch ein durchlässiger Darm vorhanden ist. Autoimmunerkrankungen sind z.B. multiple Sklerose, oder Hashimoto, Psoriasis Lupus, das wären alles Zeichen, die dafür sprechen könnten.

Dann ein hartnäckiges Übergewicht – also wenn du übergewichtig bist, obwohl du dich gut ernährst. Oder ein hartnäckiges Untergewicht – wenn du einfach nicht zunehmen kannst, liegt es oft auch daran, dass der Darm die Nährstoffe gar nicht aufnehmen kann.

Als letzte Symptome einer könnte man auch die Gelenkbeschwerden, Gelenkschmerzen erwähnen, oder auch Muskelbeschwerden. Das kann auf jeden Fall auch auf einen durchlässigen Darm deuten!

Wie gesagt, es sind Anzeichen. Nachher muss man natürlich weiter suchen und schauen, ob es tatsächlich so ist.

 

Wie kann es dazu kommen, dass der Darm überhaupt durchlässig wird?

Ein paar Sachen hatte ich schon angedeutet – einerseits kann das tatsächlich bei Geburt schon anfangen, dass deine Mutter eine Dysbalance im Darm hatte und dass du dann durch den Geburtsvorgang einen Schluck von den Mikrobiomen deiner Mutter mitbekommen hast und dein Mikrobiom hat sich auf Basis von dem der Mutter aufgebaut und wenn dann natürlich schon der Start schiefgegangen ist, dann kann das natürlich auf dich Folgen haben.

Bei Kaiserschnittkindern hat dieser erste ‚Abdruck‘ sozusagen von der Mutter gefehlt. Da kann es auch durchaus zu Fehlbesiedlungen gekommen sein. Wenn du Antibiotika eingenommen hast, oder mehrmals sogar so Antibiotikakuren gemacht hast, dann kann es auf jeden Fall auch dazu führen, dass der Darm auch durchlässig wird, weil die guten Bakterien abgetötet worden sind, durch diese Antibiotika. Was auch auf jeden Fall negativen Einfluss hat, sind die ganzen antientzündlichen Medikamente (Aspirin, Ibuprofen etc.). Solche Dinge haben durchaus auch Einfluss auf deine Darmflora und folglich auch auf den möglichen durchlässigen Darm.

Es kann sein, dass du zu wenig Probiotika in deiner Ernährung hast. Probiotika sind gute Bakterien und wenn man natürlich über lange Zeit auch einen Mangel an Probiotika hat, kann es durchaus auch dazu führen, dass eine Dysbiose im Darm passiert und das kann auch zum durchlässigen Darm führen.
Wir brauchen Bakterien, die aus der Erde kommen. Wenn du einen Garten hast, ruhig ein bisschen in der Erde herumwühlen.

Solche Dinge helfen auf jeden Fall, deine guten Bakterien im Alltag aufzubauen.

Eine ungünstige Ernährung führt definitiv zum durchlässigen Darm (zu viel Zucker, Weizen, Milchprodukte). Die ganzen Giftstoffe (u. a. Pestizide), die wir zu uns nehmen – einerseits über Gemüse, andererseits vielleicht auch über Kleidung z.B. in Kleidung sind sehr oft auch Giftstoffe drin. In Teppichen, in Textilien, im Auto usw.
Das sind alles Dinge, die auch dazu beitragen können. Ich hatte anfangs gesagt, dass auch die Psyche eine Rolle spielt. Stress, Sorgen und Kummer können durchaus mit helfen oder sogar auslösen, dass ein Darm durchlässig wird.

 

Was kannst du tun

Jetzt fragt sich natürlich was zu tun kannst, wenn schon ein durchlässiger Darm da ist, oder du verhindern möchtest, dass es soweit kommt.
Es hilft auf jeden Fall, sich anti-entzündlich zu ernähren. Man kann Präbiotikum und/oder Probiotikum einnehmen um die Darmflora zu unterstützen. Und auf jeden Fall hilft es auch, den Lebensstil anzupassen anzupassen. (Stressreduktion, erfüllender Job, etc.)

Als nächstes ist wichtig, die Verantwortung für dein Leben zu übernehmen und zu schauen ‚Wo gibt es Dinge, die nicht gut laufen und wie kann ich sie ändern?‘.

Was zu noch tun kannst, ist: dran bleiben. Tatsächlich auch schauen, dass du das nicht einfach nur für zwei Wochen machst, sondern auch langfristig deinen Lebensstil und eine Erinnerung umstellst.

Die wichtigsten drei Dinge sind, dass du komplett auf Getreide verzichtest, dass du auf Kuhmilchprodukte verzichtest und dass du auf Zucker verzichtest. Vielleicht machst du dir dadurch bewusst, was diese Dinge auslösen.
Wenn du schon einen durchlässigen Darm hast, führt kein Weg daran vorbei, diese Dinge einfach mal wegzulassen

Es gibt aber noch genügend Dinge, die du essen kannst (Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Eier uvm.). Du kannst dich gut ernähren, ohne dass du auf Getreide, Milchprodukte, oder Zucker zurückgreifen musst.

Du wirst sehen – wenn du mal drin bist, merkst du auch, dass die Lust auf diese Produkte sehr schnell abnimmt, dass der Heißhunger schnell verschwindet und man fühlt sich ausgeglichener und entspannter.

Bei der Kuhmilch ist es so, dass nicht die Laktose an sich, sondern der Eiweißanteil der Milch die Probleme auslöst.

Wir leben sehr gut ohne Milchprodukte, wir brauchen sie nicht zwingend. Ein Argument, das immer wieder kommt: Was ist denn mit den Kalzium?

Kalzium bekommst du aus grünem Blattgemüse, aus Sesam – es gibt genug Quellen, wie du zu Kalzium kommen kannst.

Vier Wochen ist eine gute Zeit um alles ausprobieren, wo man das alles einfach mal weglässt.

Wichtig ist dann – wir können nicht immer nur weglassen, sondern müssen natürlich auch dazu tun – und etwas, was du wirklich in einer guten Menge essen kannst, ist Gemüse. Unser Darm braucht auch Ballaststoffe, er braucht Nährstoffe und damit die Bakterien sich gut vermehren können, braucht es diese Ballaststoffe.
Deswegen ist es sehr wichtig, dass du viel Gemüse isst.

Ich würde dir auch empfehlen (wenn du Darmprobleme hast) lieber gekochtes Gemüse zu dir nehmen und nicht so viel Rohkost, weil Rohkost sehr schwer verdaulich ist.
Das bedeutet dann im Umkehrschluss natürlich auch, dass du mehr kochen musst. Wenn du überzeugt bist, dass du deinem Körper was Gutes tun möchtest und motiviert bist, deinen durchlässigen Darm wieder in Ordnung zu bringen, dann gehört das Kochen einfach dazu.

Kochen ist ein Prozess, der ein wenig Zeit braucht, aber in 20 Minuten bekommst du schon ein gutes Gericht hin, wenn du selbst kochst.
Wichtig ist, dass du dein Essen nicht runter schlingst, sondern langsam isst und gut kaust, dass du dir Mühe gibst, nicht immer das Gleiche zu essen
Und wichtig ist in der Zeit, wo du deinen Darm sanieren möchtest, dass du möglichst keine Fertigprodukte verwendest, sondern frische Nahrung, die du selbst zubereitet hast. Gute Fette sind wichtig, damit du auch satt wirst und du sollst auch das Essen so zubereiten, dass es schmeckt.
Verwende Gewürze, verwende Kräuter und gutes Salz, damit dir das Essen auch schmeckt.
Kräuter und Gewürze haben Wirkungen und können dich dabei unterstützen, deinen Darm wieder in den Griff zu bekommen. Wie versprochen sage ich dir noch, wie du zu guten Probiotika kommst.

Da ist es nämlich so, dass es Produkte gibt, die fermentiert sind, wie zum Beispiel Sauerkraut, Karotten usw. Und da sind hat diese guten Milchsäurebakterien drin. Das wäre jetzt ein Weg, wie du über die Ernährung zu guten Darmbakterien kommen kannst. Es gibt auch Rezepte, wie du es selber machen kannst (zum Beispiel unser Kimchi Rezept) und es gibt auch Möglichkeiten solche Produkte zu kaufen, entweder in Bio Läden, oder man kann sie online bestellen.

Und da ist einfach wichtig, dass du darauf achtest, dass die Produkte nicht erhitzt worden sind. Wenn du gute Bakterien deinem Darm zuführen möchtest, dann musst du eigentlich roh fermentierte Nahrung zu dir nehmen.

Ein weiteres Nahrungsmittel, was sehr heilend auf die Darmschleimhaut wirkt, ist die sogenannte Knochenbrühe. Hier findest du ein Rezept dafür.
In diesen Knochen sind hochwertige Bestandteile, wie zum Beispiel L-Glutamin. L-Glutamin führt dazu, die Entzündung der Darmschleimhaut zu reduzieren und diese Darmschleimhaut auch wieder mit aufzubauen.

Auch Knochenbrühe kann man mittleriweile in guter Qualität kaufen (und damit meine ich nicht Bouillon in Form von Pulver!)

Eine weitere Sache, die du tun kannst, um über die Nahrung deine Bakterien zu füttern, sind gute Stärke zu dir zu nehmen in Form von Karotten, Chicoree, Zwiebeln, Knoblauch – Gemüse generell ist sowieso wichtig.

für die ganzen Ballaststoffe und die Ballaststoffe füttern sozusagen die guten Bakterien. Eine weitere Sache aus der Nahrung, die du zu dir nehmen kannst, um Entzündungen der Darmschleimhaut zu reduzieren, sind hochwertige Omega 3 Fettsäuren.

Diese findest du z.B. im fetten Meeresfisch. Es gibt natürlich auch da Supplemente, die man sich holen kann – je nach dem, was dir halt leichter fällt.

Das waren jetzt ein paar wirklich konkrete Tipps, wie du deinen Darm wieder dicht bekommst.

 

Die Wichtigkeit, Stress zu reduzieren

Ich hatte ja gesagt, der Lebensstil ist ein wichtiger Faktor, den du mit rein nehmen kannst. Alles was hilft, Stress abzubauen!

Ich sage immer, wenn ich über Stress spreche, vergleiche ich das gerne mit einem Holzfass, was sich immer mehr füllt. Oft ist es nicht eine Stressquelle, die das Problem auslöst, sondern wir haben im heutigen Leben etliche mehr.

Ob das Lärm ist, Giftstoffe sind, ob das ein stressiger Beruf ist, Kleinkinder usw. Einen von diesen Stressfaktoren kann man meistens noch ganz gut händeln und zwei vielleicht auch und drei vielleicht auch, aber irgendwann füllt sich das Fass einfach immer mehr und du siehst von außen nicht, wie voll es ist.
Deswegen sagen oft Leute: ‚Ja ich habe ein bisschen Stress, aber ich kann das alles gut händeln‘ und irgendwann kommt dieser Punkt von gefühlt einem Moment auf den anderen, wo es plötzlich nicht mehr geht.

Und das ist eben nicht von einem Moment auf den anderen, sondern es ist eben, dass dieses Fass sich immer mehr gefüllt hat.

Deswegen gibt es nicht eine Maßnahme, die man machen muss, um quasi Stress abzubauen, sondern am besten ist es, du machst mehrere Dinge, um dieses Fass einfach immer wieder bisschen zu leeren.

Es ist eine Illusion, dass wir gar keinen Stress haben und ein bisschen Stress ist auch gar nicht schädlich. Sondern es geht um diesen chronischen Dauerstress und um diese vielen Stressquellen, die wir im Leben haben, wo es einfach schön wäre, wenn du da vielleicht das auch reduzieren kannst, oder dir deine Stressquellen bewusst machst und Dinge die du tun kannst, um dieses Fass wieder so bisschen zu leeren, ist natürlich einerseits die antientzündliche Ernährung, von der ich vorhin gesprochen habe. Dinge, wie Meditation, oder singen, oder sich in der Natur bewegen – all solche Dinge.

Natürliche Produkte zu verwenden, einerseits für die Reinigung im Haus, andererseits auch für die Kosmetika, oder für Duschgele usw. Bio-Produkte, auch Nahrungsmittel in Bio-Qualität – auch bei Kleidern und Textilien drauf achten und auch ganz wichtig auch wieder einen Rhythmus zu bekommen in dein Leben.

Vielleicht mehr zu planen, Pausen einbauen und das sind alles Dinge, wie du dieses Fass wieder leerst und wie du auch verhindern kannst, dass das Ganze zum Überlaufen gebracht wird. Ich hoffe, da waren ein paar Tipps für dich dabei, die du einfach mal ausprobieren kannst!

Wir haben übrigens schon einmal auf dem Blog über Leaky Gut geschrieben, hier findest du den Artikel
https://www.gruber-ernaehrung.ch/leaky-gut/

Und Falls du gerne mehr über unsere Produkte erfahren möchtest, wir haben ein Leaky Gut Bundle zusammengestellt, die hierfür empfehlenswert sind:
https://www.arktisbiopharma.ch/shop/arktis-biopharma/leaky-gut-6-monate/

Jetzt empfehle ich dir, den Podcast zu abonnieren, damit du keine Folge verpasst, und wenn dir gefällt, was du hörst, dann freue ich mich wirklich sehr über eine Bewertung auf iTunes oder Apple Podcast. Denn diese Bewertungen helfen auch anderen Menschen, den Podcast zu finden, damit wir das Wissen über Darm und Gesundheit mehr verbreiten können.

 

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