In dieser Folge interviewe ich Katrin Zita, Coach und Lebensberaterin. Wir sprechen unter anderem über:

  • Wie definiert man «hochbegabt» und «hochsensibel»
  • Was alleine reisen mit Katrin gemacht hat und warum sie ein Buch darüber geschrieben hat
  • Weshalb das Allein-Sein dich persönlich weiterbringen kann
  • Warum eine Partnerschaft und auch Kinder kein Gegenargument fürs Alleine-Sein sind
  • Ist es nicht egoistisch, alleine etwas zu unternehmen, wenn man Familie hat?
  • Wie Katrin durch das Reisen zur Nichtraucherin wurde und wie man ganz generell Gewohnheiten verändern kann
  • Was können wir aus Krisen in unserem Leben lernen und sind Krisen vielleicht sogar etwas Gutes?

 

Katrin ist seit über 10 Jahren Coach unter anderem für Hochbegabte und Hochsensible. Sie ist Sozial- und Lebensberaterin und Systemische Aufstellerin (arbeite in meinen Coachings auch immer wieder nebenbei alte Familienthemen auf…). Davor war sie in der Medienbranche und als Reisejournalistin tätig und hat insgesamt 4 tolle Bücher geschrieben, die alle zu Bestsellern geworden sind.

Katrin ist mir online immer mal wieder über den Weg gelaufen und besonders fasziniert hat mich der Titel ihres Buches „Die Kunst, allein zu reisen und bei sich selbst anzukommen“. Denn ich bin auch schon einmal 8 Monate alleine gereist, quer durch Australien und Südostasien. Das war eine sehr horizont-erweiternde Erfahrung und ich war gespannt, was Katrin dazu zu sagen hatte.

Ich glaube, dass das Thema Alleine-Sein und Zeit mit sich selber zu verbringen, ein äusserst wichtiges ist, vor allem auch in Zeiten, wo es uns vielleicht gerade nicht so gut geht. Wenn du körperliche Krankheiten hast ist das oft ein Warnzeichen, dass du nicht mehr deine Wahrheit lebst und Katrin spricht in diesem Interview sehr schön an, wie dich dieses Alleine-Reisen wieder mit dir selber in Kontakt bringen kann.

Was zeichnet hochbegabte Menschen aus?

Wir sprechen jetzt hier nicht unbedingt von Inselbegabungen, die so herausragen, wie wir das aus Film und Fernsehen kennen, sondern Katrin begleitet vor allem Menschen in ihrem Alltag, die wegen ihrer Hochbegabung oft anecken, zum Beispiel in ihrem üblichen Beruf. Sie haben zum Beispiel Begabungen, Projekte schon sehr weit vorauszusehen, viel weiter als andere. Sie gelten dadurch unter Umständen als Störfaktoren, weil sie darauf aufmerksam machen, was für Probleme auftauchen könnten. Deswegen ist eine gute Kommunikation innerhalb der Organisation aber auch mit sich selber wichtig.

Wie würde Katrin hochsensible Menschen beschreiben

Es betrifft viel mehr Menschen, als die Betroffenen jeweils denken. Hochsensibilität zeigt sich oft, indem man sehr intensiv auf Umwelteinflüsse reagiert, Gerüche, schnelle Schnittführung bei Filmen, Lärmentwicklung. Ein Grossraumbüro ist für solche Menschen zum Beispiel sehr oft zu viel und kann dazu führen, dass man die Welt schnell als «zu viel» für sich bezeichnet. Es gehört aber auch zur Hochsensibilität, dass man ein Gespür für die Atmosphäre eines Raums hat, für Stimmungen und zwischen den Zeilen lesen zu können. Das kann auch zu Stress führen, zu viel von der Welt mitzubekommen, wie sie wirklich ist.

Man ist schneller ausgelaugt als andere, aber bei Dingen, die man gerne tut, Musizieren, Malen, tiefsinnige Gespräche führen etc., schöpft man auch sehr viel Kraft.

Hilfreich ist da dann, seinen eigenen Rhythmus zu finden und dass man sich vorausschauend verhält und sich nur in Situationen bringt, die einem gut tun.

Katrin hat einen bewegten Lebenslauf

Ursprünglich war Katrin Bauingenieurin, da ihr Vater ein Architekturbüro hatte. Zwar hat ihr der Beruf sehr gefallen, aber es war ihr dann irgendwann zu technisch.

Sie hat dann Publizistik und Kommunikationswissenschaften studiert, hat als Journalistin gearbeitet und hat dann die Richtung Persönlichkeitsentwicklung eingeschlagen und ist nun Coach für Hochbegabte und Hochsensible.

Heute hilft sie Menschen, ihren Lebensgrundriss zu erkennen und ihre Berufung zu finden, ihre Gaben einzusetzen und den Sinn ihres Lebens zu erkennen.

Wie ist Katrin dazu gekommen, ihr Buch „Die Kunst, allein zu reisen und bei sich selbst anzukommen“ zu schreiben?

Der Auslöser, alleine zu verreisen, war dass Katrin sich nicht gut gefühlt hatte und so zum Heilfasten gefahren ist. Dabei ist sie so gut mit sich selber in Kontakt gekommen, dass sie ab da öfters alleine gereist ist.

Dies hatte zur Folge, dass sie immer wieder gefragt wurde, wie sie das macht mit dem alleine Reisen.

Viele Menschen sehen alleine zu reisen fälschlicherweise als eine einsame Angelegenheit an. Katrin sieht es aber eher als Weg in die Klarheit, weil das Gespräch mit einem selbst beginnt. Und da kommt oft Unverarbeitetes hoch, Dinge, die noch nicht verarbeitet sind.

Wenn man das nutzt und sich da hinein begibt, seine eigene Wahrheit zu finden, dann folgt darauf auch so eine Art Erwachen. Eine Erleichterung, weil man etwas für sich geklärt hat.

Das alleine Reisen hilft auch sehr dabei, seinen eigenen Rhythmus zu finden.

Auch Katrin selbst erlebt gerade, wie wichtig dieser persönliche Rhythmus ist. Denn privat hat sich eine grosse Änderung in ihrem Leben ergeben. Hat sie zuvor allein in zwei Städten, Berlin und Wien, gelebt ist sie nun verheiratet und Bonusmama, lebt also jetzt ein Familienleben, und erkennt, dass es gerade auch dort wichtig ist, sich seine eigenen Inseln in seinem eigenen Rhythmus zu bewahren.

 

Ist es nicht egoistisch, sich so sehr selber in den Mittelpunkt zu stellen?

Oft kritisieren Menschen, die selber eine ganz tiefe Sehnsucht danach haben, selbst auch einmal im zeitlichen Mittelpunkt stehen zu dürfen, wenn andere Menschen genau dies für sich tun. Es darf nicht falsch sein, sich auch mal auf sich selbst konzentrieren zu dürfen.

Das ist wie beim Fliegen, wo wir uns zuerst um uns selber kümmern sollen und die Sauerstoffmaske aufsetzen, bevor wir anderen helfen. Nur wenn wir in unserer Kraft sind, können wir anderen eine Hilfe sein.

Welche gesundheitlichen Auswirkungen hatte das Alleinreisen für Katrin?

Sie ist auf einer Reise zur Nichtraucherin geworden. Obwohl sie vorher immer wieder versucht hatte aufzuhören. Sie hat das Rauchen einfach zurückgelassen und ist als die neue Katrin zurück nach Wien gekommen.

Das Reisen kann helfen, schlechte Gewohnheiten einfach zurückzulassen.

Wie verändert man Gewohnheiten und unbewusste Muster?

Es hilft, Rituale zu erkennen, was sind die Auslöser, die mich zu etwas greifen lassen und wie kann ich einen neuen Weg / ein neues Ritual finden und in mein Leben bringen.

Wann greifen wir zu Essen zum Beispiel, sind oft unbewusste Mechanismen.

Katrins Mittel der Wahl ist die Sprache. Sie ist eine gute Zuhörerin. Und sie macht gerne Bilder, skizziert mit, damit man ein Bild davon hat, was war und wie es gut weitergeht. Sie ist auch systemische Aufstellerin und stellt alle Situationen gerne auf, um sie sichtbar zu machen.

Die Sichtweise auf uns Selbst

Wir sehen oft unsere Talente selber zu wenig und verfügen über zu wenig Selbstbewusstsein und Selbsterkenntnis. Katrin begleitet die Menschen dabei, sich selber zu sehen, sich zu erkennen. Wir kommen ja nicht alle auf die Welt und sind zufrieden mit uns. Und Katrin sieht dies als unsere Lebensaufgabe, zu erkennen, wer wir sind und die Zufriedenheit, den inneren Frieden, zu erkennen und in unser Leben zu holen.

Und so schliesst sich der Kreis auch zum Darmglück-Thema, denn um sich um seine Gesundheit zu kümmern und langfristig gut für sich zu sorgen, ist es unumgänglich, sich selber anzusehen, so wie man ist und sich wichtig genug zu nehmen.

Und so wie Katrin das in ihrem Leben gemacht hat, indem sie über die Reisen mehr zu sich selbst und ihrem Lebensweg gefunden hat, dann aber auch ihre Gesundheit mit einbezogen hat, indem sie aufgehört hat zu rauchen, indem sie einen Zucker-Entzug gemacht hat und zur Vegetarierin geworden ist, so kann man den Weg auch umgekehrt machen. Denn:

Man kann auch über die Ernährung in seinen Selbstwert und seine Kraft kommen und dann auch bereit sein und die Energie haben, um in anderen Lebensbereichen wie Beruf, Beziehung und so weiter Änderungen vorzunehmen.

Über Katrin Zitas Arbeit

Früher zeichnete Katrin als Ingenieurin Baupläne, heute skizziert sie mit ihren Klienten gemeinsam ihre Lebenspläne!

Sie hat dazu auch einen Onlinekurs geschaffen, in dem jeder Teilnehmer seinen Lebensplan skizzieren kann. Denn Katrin ist es wichtig, dass man danach etwas Sichtbares in den Händen hält. Etwas, das man selbst erschaffen hat, das mit einem selbst zu tun hat. In dem Kurs begleitet Katrin die Teilnehmer 6 Monate lang, um am Ende das Resultat in den Händen zu haben: Wer bin ich und was will ich wirklich.

Auf Katrins Website findest du mehr zu ihr und ihren Angeboten.

Online Kurs «Dein Lebensplan»

 

Das Buch DIE KUNST, ALLEIN ZU REISEN UND BEI SICH SELBST ANZUKOMMEN

Leseprobe und die ersten 3 Kapitel zum reinhören 😉

 

Vielleicht hat das Interview mit Katrin dir ja Mut gemacht, dich einmal auf eine Reise zu dir selbst zu begeben und dich ein wenig mehr mit deinen Stärken, Talenten und Neigungen zu befassen.

Mich hat ihre Geschichte auf jeden Fall dazu inspiriert, auch wieder einmal eine Reise alleine zu unternehmen!

 

Nächste Woche, wie immer Dienstags, gibt’s die nächste Darmglück Folge. Hast du meinen Podcast eigentlich abonniert? Dieses Wochenende hat sich jemand bei mir beschwert, dass er nach den ersten 3 Folgen keine weiteren Folgen bekommen hat. Du bekommst die Folgen aber nur automatisch, wenn du den Podcast auch abonnierst. Du kannst das zum Beispiel bei iTunes machen, wenn du ein iPhone hast oder bei Podcast Apps wie zum Beispiel Google Podcast oder Podcast Addict.

Jetzt empfehle ich dir, den Podcast zu abonnieren, damit du keine Folge verpasst, und wenn dir gefällt, was du hörst, dann freue ich mich wirklich sehr über eine Bewertung auf iTunes oder Apple Podcast. Denn diese Bewertungen helfen auch anderen Menschen, den Podcast zu finden, damit wir das Wissen über Darm und Gesundheit mehr verbreiten können.

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