In Teil 8 meiner Mini-Serie zum Thema Dranbleiben gehört Martin Grünstäudl. Der Autor und Blogger schreibt über das Thema Selbstvertrauen.

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Kennst du das auch? Du hast dir schon hundertmal vorgenommen, endlich dein Wunschgewicht zu erreichen, regelmäßig Sport zu treiben und dich vernünftig zu ernähren. Doch geklappt hat das immer nur für ein paar Tage oder Wochen.

Der Grund dafür, warum du es nicht schaffst dranzubleiben, könnte in dir selbst liegen. Womöglich hast du die falsche Einstellung. Oder es fehlt dir am nötigen Selbstvertrauen…

Abnehmen hat viel mit Selbstvertrauen zu tun

Ich bin der Meinung, dass erfolgreiches Abnehmen viel mit unserem Selbstvertrauen und unserem Bild von uns selbst zu tun hat.

Denn überleg mal, wieso so viele auf Crashdiäten zurückgreifen: Das tun sie ja  oft nur, weil sie vollkommen unzufrieden mit sich und ihrem Körper sind und so schnell wie möglich ihre überflüssigen Pfunde loswerden wollen. Denn erst dann können sie sich und ihren Körper akzeptieren.

Und wir wissen wohl alle, dass solche Crashdiäten nicht funktionieren. Im Gegenteil: Sobald man wieder normale Mengen an Nahrungsmitteln zu sich nimmt, tritt der JoJo-Effekt in Erscheinung. Dieser sorgt dafür, dass man am Ende der Diät mehr Kilos auf die Waage bringt als zu Beginn.

Das wiederum wirkt sich erneut negativ auf das Selbstvertrauen aus. Nicht nur, dass man sich immer noch nicht im Spiegel betrachten kann. Man hat noch dazu erneut ein Ziel verfehlt – und das nagt unweigerlich am Selbstwert.

Doch dann kommt irgendwann die Badesaison – oder das neue Jahr steht vor der Tür – und wir versuchen unser Glück von Neuem. Natürlich wieder mit einer übertriebenen Diät und mit einem viel zu hohen Trainingspensum, sodass wir uns gleich am nächsten Tag am liebsten von der Arbeit krankmelden würden – so schlimm ist der Muskelkater.

Kein Wunder, dass es wieder nicht funktioniert und wir erneut an unserem Vorhaben scheitern. Denn: Um nachhaltig abzunehmen musst du dranbleiben und somit dauerhaft auf deine Ernährung achten und wohl auch etwas Sport betreiben.

Und was viele dabei leider übersehen: Wenn die Gewichtsabnahme dauerhaft sein soll, dann geht es zumeist recht langsam voran. 20 Kilo wirst du wohl nicht in einem Monat los. Doch wenn du mit dir und deinem Körper so überhaupt nicht zufrieden bist, dann nimmst du dir eben kein Jahr Zeit, um diese 20 Kilo loszuwerden. Dann sollen die Kilos möglichst bereits morgen futsch sein.

Und wenn du in Woche 2 auf einmal feststellst, dass du bei weitem nicht mehr so viel abnehmen kannst wie in Woche 1, dann sagt dir dein innerer Kritiker, dass du es wohl wieder nicht packen wirst und gibst schon bald wieder auf.

Dein Mangel an Selbstvertrauen hat dir also wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die Lösung: Tu etwas für dein Selbstvertrauen

Der Ausweg aus diesem Dilemma ist, dass du in einem ersten Schritt lernst, dich zu akzeptieren wie du bist – und zwar mit all deinen Schwächen und Unzulänglichkeiten.

Vielleicht hast du mal von der paradoxen Theorie der Veränderung gehört: Diese besagt, dass wir erst dann anfangen uns zu verändern, wenn wir erkennen und akzeptieren wie wir sind. Denn nur das, was in einem ersten Schritt ohne negative Bewertung aufmerksam betrachtet und erforscht wird, kann sich später auch ändern. Findet hingegen eine negative Bewertung statt, dann fokussiert man sich nur auf das Problem. Dann versucht man entweder dieses Problem zu verdrängen, oder aber man greift zu drastischen Mitteln um die Situation mit einem Kraftakt zu verändern (was in der Regel nicht gelingen wird).

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Ein gutes Beispiel für solch einen Kraftakt sind die vorhin genannten Crashdiäten. Im Prinzip steht von vornherein fest, dass sie nicht funktionieren werden, da du es nie im Leben aushalten kannst, dich dauerhaft über Jahre hinweg an diese Diät zu halten. Und trotzdem probieren es Millionen von Menschen auf der ganzen Welt immer wieder damit. Eben, weil sie sich nicht akzeptieren können und zu solch drastischen Mitteln greifen müssen, da sie es nicht erwarten können, endlich schlank zu sein.

Und was lernen wir daraus? Versuche dich mit anderen und vor allem wichtigeren Dingen zu beschäftigen als bloß mit deinem Aussehen und deinem Körpergewicht. Versuche, dich so zu akzeptieren wie du bist.

(Ich bin mir durchaus bewusst, dass dies leichter gesagt ist als getan. Doch es gibt eine Menge Möglichkeiten um die eigene Selbstakzeptanz und das Selbstvertrauen zu stärken. Beispielsweise findest du hierzu sicher im Internet die eine oder andere Übung. Und wenn du systematisch etwas dafür tun willst, dann bist du vielleicht mit einem Buch zum Thema gut bedient. In meinem neu erschienen Buch mit dem Titel „99 Übungen für mehr Selbstvertrauen“ widme ich mich beispielsweise sehr eingehend diesem Thema.)

Erst nachdem du dich und deine Situation akzeptiert hast, solltest du dir Ziele setzen – und zwar möglichst realistische. Hör auf mit dem Wunschdenken, dass du in einer Woche fünf Kilo abnehmen wirst.

Denn überleg mal: Wenn du im Schnitt pro Woche „nur“ ein halbes Kilo abnehmen kannst, dann wären das übers Jahr gerechnet gut 25 Kilo! Auch kleine Schritte können demnach langfristig viel bewirken. Setze dir also kurzfristige Ziele, die du auch erreichen kannst!

Wenn du diese zwei Schritte befolgst, dann passiert etwas Sagenhaftes: Wenn du dir keinen Druck mehr machst und dir realistische Ziele gesetzt hast, dann setzt du die Weichen für eine nachhaltige Gewichtsabnahme. Dann kann es passieren, dass regelmäßiger Sport und gesundes Essen tatsächlich Spaß machen können. Dann schafft man es auch langfristig durchzuhalten und nachhaltig abzunehmen. Somit verschwindet auch der gefürchtete JoJo-Effekt, da du auf keine Crashdiäten mehr setzen musst.

Du siehst also: Dranbleiben ist gar nicht so schwierig. Man muss sich „nur“ akzeptieren können wie man ist und realistische Ziele haben. (Okay ich geb’s zu: Es gibt noch andere Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg. Doch in Julias Serie zum Thema „Dranbleiben“ gibt es ja noch jede Menge weiterer guter Tipps :-))

[yellow_box]Über Martin Grünstäudl

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Martin ist Blogger und Buchautor. Unter anderem schreibt er in seinem Blog unter http://1001erfolgsgeheimnisse.com über Themen wie das Setzen und Erreichen von Zielen sowie über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen.

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Alle weiteren Artikel der Dranbleiben-Serie:
1) Dranbleiben! Wie du es schaffst, etwas durchzuziehen (Ralf Gabler)
2) Durchhalten ist die Fähigkeit, Dinge auch zu Ende zu bringen (Karin Wess)
3) Ein Projekt deines Lebens – In 4 Phasen zum Erfolg (Karin Greitemann)
4) Warum du 3 Mal „Warum?“ fragen solltest (Claudia Kauscheder)
5) Warum es für dich Wichtig ist „NEIN“ zu sagen (Nicole Bailer)
6) Was hat erfüllte Sexualität mit „dranbleiben“ zu tun? (Ute Benecke)
7) Wer kennt das nicht? Folge deinem Traum (Cinderella Glücklich)

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