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7 Strategien für deine DarmgesundheitWeisst du eigentlich, wie wichtig deine Darmgesundheit für dein Immunsystem, deine Verdauung und sogar für deine mentale Leistungsfähigkeit ist? Sehr wichtig! Deswegen möchte ich dir nachfolgend auch 7 Strategien für deine Darmgesundheit geben.

Unsere Darmflora hat einen viel grösseren Einfluss auf unsere (körperliche und geistige) Gesundheit, als viele Menschen wissen. Die in uns lebenden Darmbakterien steuern zum Beispiel unser Immunsystem, ermöglichen unserem Körper, Nahrung aufzuspalten und zu verwerten und haben sogar auch einen Einfluss auf unsere Emotionen.

Wären wir ein Baum, so wäre unser Darm unsere Wurzel. Wenn die Wurzeln krank werden, dann welkt und stirbt der stärkste Baum!

Unsere Darmflora besteht aus Bakterien

In unserem Verdauungssystem existieren zwischen 400 und 500 Arten von Bakterien. Mengenmässig macht das etwa 2 kg aus. Wir haben sogar mehr Darmbakterien als Körperzellen! Das Wort „Bakterien“ löst übrigens in vielen Menschen ein leichtes Schaudern aus. Viele denken sofort an etwas Unhygienisches oder sogar Schädliches. Doch spätestens, wenn einem einfällt, dass Joghurt oder Sauerkraut mit Hilfe von Bakterien überhaupt erst entsteht, kommt uns auch in den Sinn, dass Bakterien offensichtlich auch nützlich sein können.

In einem gesunden Darm sollten ungefähr 85% er gesamten Darmflora aus nützlichen Bakterien bestehen, während maximal 15% der Bakterien schädlich sein dürfen. Wir brauchen die Schädlichen sogar, damit „die Guten“ auch fit bleiben und die Abwehr trainieren können. Da sich etwa 80% unseres Immunsystems im Darm befinden, spielt dieses Bakterien-Verhältnis eine grosse Rolle für unsere Abwehr.

Die Folgen einer unausgewogenen Darmflora

Wenn der Darm geschwächt ist – sei es beispielsweise durch ungesunde Ernährung, Krankheiten, Medikamenteneinnahme oder Stress – dann nehmen in unserem Darm schädliche Mikroorganismen überhand und verdrängen die nützlichen Darmbakterien. Dies bedeutet: das Milieu im Darm gerät aus dem Gleichgewicht. Unsere Abwehrkraft sinkt und Krankheitserreger haben leichtes Spiel.

Das klingt jetzt im ersten Moment vielleicht nicht so dramatisch. Doch das Problem ist, dass so ein Zustand sich nicht von selber korrigiert. Sondern es bedarf einer Lebensstiländerung und im Idealfall auch einer Darmkur, um das Milieu wieder in Ordnung zu bringen. Tun wir das nicht, kann sich die Situation unseres Immunsystems über die Jahre kontinuierlich verschlechtern und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich chronische Beschwerden ergeben, wie beispielsweise:

  • dauernde Müdigkeit
  • Verstopfung und Blähungen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Heuschnupfen
  • Asthma
  • Hautprobleme
  • Abwehrschwäche

 

7 Strategien für deine Darmgesundheit

Hier kommen ein paar Strategien, was du alles unternehmen könntest, um deine Darmgesundheit zu fördern:

1) Iss regelmässig, aber nicht ständig

Um deiner Verdauung die Chance zu geben, Bakterien, Abfall- und Giftstoffe richtig zu entsorgen, braucht sie eine Pause zwischen den Mahlzeiten. Wer ständig zwischendurch isst, stört seine Verdauung und trägt dazu bei, dass das Milieu im Darm kippt. Deshalb empfehle ich, nur die 3 Hauptmahlzeiten zu sich zu nehmen, ohne Zwischenmahlzeiten. Dies hilft dir, Beschwerden wie Blähungen oder auch Verstopfung zu lindern.

Dieser Tipp findet sich übrigens auch in unserem Gratis E-Book „5 Ernährungsregeln, die wirklich funktionieren“, das du dir kostenlos herunterladen kannst:

2) Trink genug Wasser

Eine gute Faustregel ist, 30 ml pro Kilogramm Körpergewicht zu trinken. Und zwar am besten stilles Wasser oder Leitungswasser. Das heisst, wenn du 70kg wiegst, wären das 2,1 Liter Wasser. Dein Darm braucht Wasser, damit Bakterien und Abfallprodukte durch dein Verdauungssystem transportiert werden können. Wenn du dehydriert bist, kann dies wiederum das Gleichgewicht in deinem Darmmilieu durcheinanderbringen, was unter anderem auch zu Entzündungen führen kann.
Wenn du zusätzlich noch etwas ausprobieren möchtest: Trink morgens auf nüchternen Magen ein Glas Wasser (Zimmertemperatur) mit dem Saft einer halben Zitrone vermischt. Mehr darüber in diesem Artikel.

3) Verringere die Menge an Zucker und verarbeiteten Nahrungsmitteln

Wenn du stark verarbeitete, raffinierte, übermässig süsse Produkte zu dir nimmst, dann nährst du die schädlichen Bakterien in deinem Darm, was wiederum die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Blähungen, Verstopfung, Durchfall etc. fördert.

Meide also Fertigprodukte, Süssigkeiten, Backwaren und Knabberzeugs so gut es geht. Kaufe frische Lebensmittel und koche möglichst oft selber.

4) Iss natürliche, fermentierte Nahrungsmittel und/oder nimm ein Probiotikum ein

Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Miso oder Kefir enthalten ebenfalls gute Bakterien für unseren Darm. Vermeide allerdings Produkte, die auf Essig basieren oder die pasteurisiert sind, weil dies die nützlichen Bakterien abtötet! Am besten stellst du die Produkte selber her oder kaufst sie in Rohkost-Qualität.

Wer keinen Zugang zu fermentierten Produkten hat oder unter stärkere Darmbeschwerden leidet, sollte es einmal mit einem hochwertigen Probiotikum versuchen. Die tägliche Einnahme eines guten Probiotikums wird dir helfen, die guten Bakterien in deinem Darm zu unterstützen. Besonders empfehlenswert (um nicht zu sagen unerlässlich) ist das übrigens, wenn du Medikamente wie zum Beispiel Antibiotika nimmst.

5) Füttere deine guten Darmbakterien

Gewisse sogenannte präbiotische Ballaststoffe unterstützen das Wachstum der guten Bakterien. Diese sind zum Beispiel in Chicorée, Pastinake, Topinambur, Artischocke oder Schwarzwurzel enthalten. Indem du mehr von diesen pflanzlichen Lebensmitteln isst, unterstützt du die Bakterien, die deine Gesundheit unterstützen.

6) Bau Stress ab

Leichter gesagt, als getan, ich weiss! Was für die Verdauung schon einiges bringen kann, ist vor jeder Mahlzeit ganz bewusst 5 tiefe Atemzüge zu tun, damit das Unterbewusstsein das Gefühl bekommt, dass wir jetzt entspannt sind. Versuche anschliessend, dir 15 Minuten Zeit zu nehmen fürs ungestörte Essen, entspanne dich so gut wie’s geht dabei und vergiss nicht, die Nahrung auch richtig zu kauen!

Und ein ganz wichtiger Aspekt zum Thema Stress ist: genügend Schlaf! Experimentiere doch einfach einmal damit, dass du eine Woche lang jede Nacht mindestens 7 Stunden schläfst. Und achte darauf, wie es dir damit geht.

Falls Strategie 1-6 keine Verbesserung bringen:
7) Lass eine Stuhlanalyse machen

Falls Beschwerden länger anhalten, wäre es wahrscheinlich eine gute Idee, eine umfassende Stuhlanalyse zu machen, mit einem Darmflora-Status, Verdauungsrückständen, Entzündungsmarkern und einem Marker, der aussagt, ob deine Darmschleimhaut „löchrig“ ist (man spricht von „Leaky Gut“).

Eine Stuhlanalyse ist übrigens nicht zu verwechseln mit einer Darmspiegelung! Das ist etwas komplett anderes. Wenn du Fragen dazu hast, dann schreib uns einfach.

Ich hoffe, diese Strategien helfen dir! Was tust du, um deinen Darm zu pflegen?

 

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